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ÖLPEST/Instabiler Zement könnte Ölpest in den USA mitverursacht haben

Dieser Inhalt wurde am 29. Oktober 2010 - 11:33 publiziert

Washington (awp/sda/dapd) - Eine instabile Zementmischung hat möglicherweise die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko mitverursacht. Die Zusammensetzung des Zements, der vor der Explosion der "Deepwater Horizon" zum Abdichten der Quelle in das Bohrloch gepumpt worden war, wurde in letzter Minute noch geändert.
Dieser Mix sei nicht mehr auf seine Stabilität hin getestet worden, räumte das von BP beauftragte Unternehmen Halliburton ein. Das Unternehmen reagierte damit am Donnerstagabend auf einen Bericht der von US-Präsident Barack Obama eingesetzten Untersuchungskommission.
Darin hiess es, von vier Tests zur Stabilität des Zements, die im Februar und April durchgeführt wurden, sei nur einer erfolgreich gewesen. Die Ergebnisse dieses letzten Tests seien BP zum Zeitpunkt, als der Zement in die Quelle gepumpt wurde, offenbar aber gar nicht bekannt gewesen.
Die Kommission veröffentlichte am Donnerstag ausserdem die Ergebnisse einer nachträglichen Untersuchung der fraglichen Zementmischung. Diese Tests kamen zum Schluss, dass der Zement instabil war: Öl und Gas hätten in die Quelle eindringen und die folgenschwere Explosion auslösen können.
Dies weckte Zweifel an der Aussagekraft der von Halliburton in Auftrag gegebenen Tests. Halliburton erklärte die voneinander abweichenden Ergebnisse mit unterschiedliche Zementmischungen und unterschiedliche Testmethoden.
Die Ölplattform "Deepwater Horizon" war am 20. April im Golf von Mexiko explodiert. Elf Arbeiter kamen dabei ums Leben. Aus der lecken Ölquelle flossen mehr als 780 Millionen Liter Öl ins Meer. Erst Mitte Juli konnte das Bohrloch provisorisch verschlossen werden. Bis zur endgültigen Versiegelung vergingen nochmals mehrere Wochen.
Der britische Ölkonzern BP hat die Unglücksbohrinsel "Deepwater Horizon" von der Zuger Transocean Ltd geleast.
mk

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