Navigation

Novartis: Image-Kampagne in den USA

Novartis (hier das Hauptgebäude in Basel): In den USA kaum bekannt. Keystone

Trotz der Terrorattacken beginnt der Schweizer Pharmamulti Novartis in den USA am Montag mit einer 10 Millionen Dollar teuren Werbekampagne. Sie soll das amerikanische Publikum mit dem Konzern vertraut machen.

Dieser Inhalt wurde am 30. September 2001 - 15:49 publiziert

Die Planung für die PR-Kampagne dauerte fast ein Jahr. Nach den Terroranschlägen in New York und Washington fragten sich die Geschäftsspitzen von Novartis und der vom Pharmaunternehmen beauftragten Werbeagentur Ruder-Finn, ob die Übung abgebrochen werden sollte. Man habe sich aber dagegen entschieden, sagte Michael Schubert von Ruder-Finn.

Die geplanten Inserate, die ganzseitig in führenden Tageszeitungen und Zeitschriften erscheinen werden, "zelebrieren das Leben, was wir in Anbetracht der Ereignisse für eine wirkungsvolle Botschaft halten", meinte Schubert. Allerdings werde jetzt unten in den Inseraten ein Satz stehen, mit dem die "Tausenden von Leben, die in den tragischen Attacken am 11. September 2001 ausgelöscht wurden", geehrt würden.

Novartis in den USA kaum bekannt

Als Grund für die Image-Kampagne gibt man bei Novartis an, der sechstgrösste Pharmakonzern der Welt sei in den USA relativ unbekannt. Letztes Jahr gab Novartis für die Konzernwerbung bloss 56'000 Dollar aus, während zum Beispiel der Pharmarivale Pfizer dafür 18 Mio. Dollar aufwendete.

Nach Aussage von Novartis-Chef Daniel Vasella soll die Image-Kampagne auch die Moral der Konzern-Belegschaft in den USA heben. "In den USA ist es wichtiger als in vielen anderen Ländern, dass man in einem Unternehmen arbeitet, das den Nachbarn bekannt ist", sagte Vasella.

Eine grössere Vertrautheit der Öffentlichkeit mit dem Konzernnamen werde Novartis auch in der harten Konkurrenz um die Anwerbung talentierter Wissenschafter helfen.

Werbung mit Krebsmittel

Die Inserate drehen sich um das Motto "Denke, was möglich ist". Jedes Inserat wird einen Krebspatienten zeigen, der dem Tod ins Auge schaute, ehe er das von Novartis kürzlich lancierte Krebsmittel Gleevec einnahm, wie es hiess.

Der Name des Medikaments wird in den Inseraten jedoch nicht erwähnt, da diese laut Schubert darauf abzielen, den Namen Novartis Investoren und Konsumenten besser bekannt zu machen.

Gleevec, erst seit vergangenem Mai erhältlich, ist laut Angaben von Novartis ein neuartiges Mittel gegen gewisse Krebserkrankungen in Knochen, Magen und Darm.

swissinfo und Agenturen

Artikel in dieser Story

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Diskutieren Sie mit!

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?