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Neujahrsempfang: Bundespräsident Ogi betont Kooperationsbereitschaft der Schweiz

Bundespräsident Adolf Ogi (l., mit US-Botschafter Richard Fredericks) hat am Montag (17.01.) in seiner Ansprache am Neujahrsempfang des diplomatischen Korps die Schweiz als verlässliche Partnerin für die Welt bezeichnet.

Dieser Inhalt wurde am 17. Januar 2000 - 07:33 publiziert

Bundespräsident Adolf Ogi (l., mit US-Botschafter Richard Fredericks) hat am Montag (17.01.) in seiner Ansprache am Neujahrsempfang des diplomatischen Korps die Schweiz als verlässliche Partnerin für die Welt bezeichnet. Der Schlüssel zum neuen Jahrhundert heisse Kooperation, sagte Ogi am Montag (17.01.) im Bundeshaus.

Weil die Schweiz nicht in allen internationalen Organisationen mitmache, sei sie ganz besonders auf die Zusammenarbeit unter den Nationen angewiesen. Deshalb wolle der Bundesrat, dass die bilateralen Verträge mit der EU Anfang nächsten Jahres in Kraft treten. Deshalb wolle die Schweiz Genf als Sitz internationaler Organisationen festigen und ausbauen. Ogi verwies auch auf das Schweizer Engagement bei der Friedenssicherung und dem Wiederaufbau in Bosnien und im Kosovo. Dies sei ein Ausdruck der internationalen Solidarität.

Die Schweiz wolle sich im neuen Jahrhundert für eine sichere, gerechte und friedliche Welt einsetzen. Heute bestehe die Chance, es besser als im vergangenen Jahrhundert zu machen und einen dauerhaften Frieden zu erreichen, sagte Ogi. Die Schweiz sei nur ein kleines Mitglied der internationalen Gemeinschaft. Aber sie werde alles unternehmen, um eine positive Kraft des Ganzen zu sein. Das Engagement für Frieden, Humanität und Menschenrechte sei jeden Tag gefordert.

Zwei Ereignisse des vergangenen Jahres hätten für die Schweiz Symbolcharakter gehabt: die Erdumrundung des Schweizer Ballonfahrers Bertrand Piccard zusammen mit dem Briten Brian Jones und der Weltraumflug von Claude Nicollier. Piccards Unternehmen habe Kühnheit, Mut, Ausdauer und Pioniergeist erfordert. Nicollier sei der Botschafter der Schweiz im Weltraum gewesen. Das von ihm reparierte Weltraumteleskop "Hubble" erlaube es, die Vergangenheit besser zu verstehen und der Zukunft entgegenzublicken.

Auch die Schweiz habe in den letzten Jahren ihre jüngere Vergangenheit untersucht, knüpfte Ogi an Nicolliers Weltraumexpedition an. Sie habe dies mit Mut und Offenheit gemacht und habe aus den Erkenntnissen die Konsequenzen gezogen. Deshalb könne sie sich den Herausforderungen der Zukunft mit Vertrauen und Stolz stellen. Die Schweiz habe allen Grund, optimistisch zu sein, unterstrich der Bundespräsident. Sie könne ihr politisches System, ihre Kreativität, ihre Phantasie und ihre Kenntnisse in die Waagschale werfen. Die gelebte Demokratie der Schweiz sei ein Vorbild für Europa. Seit 1848 herrsche Frieden. Das einmalige, auf 700 Jahren Erfahrung bauende politische System respektiere alle Minderheiten.

SRI und Agenturen

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