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Nestlé liefert starke Halbjahres-Zahlen

Am Nestlé-Hauptsitz freut man sich über gute Halbjahres-Zahlen. Keystone

Der Nahrungsmittelmulti verzeichnet im ersten Halbjahr im Vergleich zur Vorjahres-Periode einen Gewinnsprung von 32% auf 3,68 Mrd. Franken.

Dieser Inhalt wurde am 17. August 2005 - 11:57 publiziert

Der Umsatz legte um 2,4% auf 43,5 Mrd. Franken zu, trotz negativen Wechselkurs-Einflüssen und De-Investitionen.

Die Ergebnisse - schnellerem Wachstum in den Vereinigten Staaten und Asien zu verdanken - lagen über den Erwartungen der Finanz-Gemeinde.

"Nestlé hat sich in den Wachstumsmärkten positioniert", kommentiert Jane Coffey von der Royal London Asset Management in der britischen Hauptstadt, welche Nestlé-Aktien im Wert von 11 Mrd. Franken bewirtschaftet. "Nestlé steht besser da als andere Player wie beispielsweise Unilever."

Brabeck freut sich

Nestlé-CEO und Verwaltungsrats-Präsident Peter Brabeck freute sich am Mittwoch in einem Communiqué: "Die Ergebnisse im ersten Halbjahr 2005 entsprechen unseren Voraussagen und unterstreichen unser Modell von der Kombination eines gesunden organischen Wachstums und nachhaltiger Verbesserung der operativen Leistung."

Das organische Umsatzwachstum, das Währungs- und Akquisitionseffekte ausschliesst, ist eine wichtige Kerngrösse bei Nestlé. Es erreichte mit 5,2% zum ersten Mal seit gut einem Jahr die Zielspanne von 5 bis 6% und übertraf damit die Erwartungen der Analysten.

Teure Milch, teurer Kakao

Die guten Resultate seien trotz andauernden Kostendrucks bei Rohstoffen und Verpackungen erzielt worden, sagte Nestlé-Finanzchef Wolfgang Reichenberger an einer Telefonkonferenz. So habe der Milchpreis im ersten Semester 2005 rund ein Fünftel über dem Vorjahreswert gelegen.

Auch die Preise für Kaffee und Kakao hätten sich zuletzt etwas entspannt, erklärte Reichenberger. Nestlé hält unverändert am Ziel fest, sämtliche Kostensteigerungen via Preiserhöhung weiterzugeben.

Guter Ausblick

Nestlé sei genügend gut positioniert, um seine Ziele beim organischen Umsatzwachstum wie auch bei der EBITA-Marge zu erreichen. Die EBITA- Marge soll bei konstanten Wechselkursen gesteigert werden. Für das zweite Semester erwartet der Konzern ein organisches Wachstum zwischen 5 und 6%.

Reichenberger bestätigte auch frühere Aussagen, wonach spätere Aktienrückkauf-Programme bedeutend höher ausfallen werden als das bis Ende Jahr laufende Programm über gut 1 Mrd. Franken. Vorerst müsse das erste Programm aber abgeschlossen sein.

Gut positioniert mit starken Marken

Brabeck erwartet, dass der Konzern weiterhin auf Kurs bleibt. "Diese Zahlen demonstrieren die Stärke unseres Marken-Portfolios auf der ganzen Welt als auch unsere langfristige Strategie", wurde Brabeck zitiert.

Zu Nestlé gehören Marken wie KitKat-Waffeln, Smarties-Schokolade, Nescafé-Kaffee, Perrier-Mineralwasse oder Friskies-Tierfutter.

Allerdings konstatierte Brabeck als starker Mann in Vevey eine "fragile" Konsumentenstimmung in einigen europäischen Ländern. In Nordamerika würden die Geschäfte hingegen ausgezeichnet laufen.

Die vorgesehenen Kosteneinsparungen seien auf gutem Weg, angepeilte Einsparungen durch Effizienzprogramme von 1,2 Mrd. Franken vor Steuern einzufahren.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Betriebsgewinn (EBITA): 5,212 Mrd. Franken (+3,4%)
Reingewinn, nach Umstellung auf neue Rechnungslegung: 3,68 Mrd. Franken (+32,4%)
Reales internes Wachstum: 3,4%

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In Kürze

Nestlé wurde 1866 gegründet.

Es ist das grösste Nahrungsmittel-Unternehmen der Welt.

Zugleich ist Nestlé das grösste Schweizer Unternehmen mit Hauptsitz in Vevey.

Nestlé umfasst 511 Hersteller-Betriebe und beschäftigt 253'000 Mitarbeitende.

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