Navigation

Nationalrat kappt Medikamentenpreisbindung

Die Medikamentenpreise müssen in der Schweiz nicht häufiger überprüft und angepasst werden. Mit 97 zu 83 Stimmen hat der Nationalrat den Antrag der Einigungskonferenz abgelehnt. Damit fällt die ganze Vorlage aus Abschied und Traktanden.

Dieser Inhalt wurde am 01. Oktober 2008 - 17:59 publiziert

Die bürgerliche Mehrheit im Nationalrat folgte im Gegensatz zum Ständerat dem Vorschlag der Einigungskonferenz nicht.

Die Sozialdemokraten warfen den Bürgerlichen vor, scheinheilig zu argumentieren und nur die Interessen der Pharmabranche zu vertreten.

Bürgerliche Ratsmitglieder machten geltend, dass die Definition von preisgünstigen Medikamenten, wie sie der Nationalrat von Anfang an festlegen wollte, nicht wie von der Einigungskonferenz vorgeschlagen gestrichen werden dürfe.

Das Nein des Nationalrates bedeutet das Aus für die Vorlage, welche die Räte aus der KVG-Teilrevision zur Förderung von Managed Care vorgezogen hatten.

Kernpunkt war, die Preise der Medikamente künftig alle drei Jahre zu überprüfen und nötigenfalls zu senken. Heute bleiben die Preise praktisch während des ganzen 15-jährigen Patentschutzes gleich.

Bei einer Erweiterung der Indikation hätte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) den Preis sofort statt erst nach sieben Jahren überprüfen müssen. Bei gleicher Eignung für die Patienten sollten zudem preisgünstige Arzneimittel abgegeben werden.

Artikel in dieser Story

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Diskutieren Sie mit!

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?