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Nationalbank strafft geldpolitische Zügel

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) strafft die geldpolitischen Zügel. Das Zielband für den Dreimonats-Libor wurde von bisher 1,75 bis 2,75 Prozent auf 2,5 bis 3,5 Prozent angehoben. Sie reagierte damit auf die zunehmenden Inflationsgefahren.

Dieser Inhalt wurde am 23. März 2000 - 14:28 publiziert

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) strafft die geldpolitischen Zügel. Sie hat am Donnerstag (23.03.) das Zielband für den Dreimonats-Libor von bisher 1,75 bis 2,75 Prozent auf 2,5 bis 3,5 Prozent angehoben. Anfang Februar hatte die SNB bereits einmal den Libor-Satz angehoben.

Sie reagiere damit auf die zunehmenden Inflationsgefahren, die von der konjunkturellen Beschleunigung und der Wechselkursentwicklung ausgehen. Die Nationalbank steuere den mittleren Bereich des Zielbandes an, heisst es weiter in einer am Donnerstag veröffentlichten Medienmitteilung.

Seit dem letzten Dezember hat die SNB ihre Geldpolitik neu ausgerichtet. Als Steuergrösse hat sie den Dreimonats-Libor auserkoren. Er ist gemäss SNB heute die zentrale Grösse für die Refinanzierung bei erstklassigen Banken und Unternehmen.

Deutlich mehr als zwei Prozent Wachstum erwartet

Die Nationalbank erwartet im laufenden Jahr ein deutlich höheres Wirtschaftswachstum in der Schweiz, als die Ende letzten Jahres vorausgesagte Zunahme des realen Bruttoinlandprodukts von knapp zwei Prozent, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Angesichts der dynamischen Konjunkturentwicklung und der anhaltenden Schwächeneigung des Frankens gegenüber dem Dollar hätten die Teuerungsrisiken deutlich zugenommen. Liesse die Notenbank die Zinsen unverändert, könnte die Inflationsrate mittelfristig über zwei Prozent steigen.

Dieser Gefahr solle mit der Anhebung des Zielbands für den Dreimonats-Libor entgegen gewirkt werden. Der Zinsschritt der Nationalbank folgt eine Woche nach der Leitzinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB).

Libor heisst "London interbank offered rate" und stellt einen Durchschnittspreis dar, den die Banken untereinander für ungedeckte Kredite verlangen.

swissinfo und Agenturen

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