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Nachfolger für Federer gesucht

Den Kindern die Freude am Tennis wecken. Swiss Tennis

Mit "kidstennis" erweitert der Schweizer Tennisverband sein Ausbildungsprogramm. Das Projekt beginnt im Frühjahr und richtet sich an 4- bis 12-Jährige.

Dieser Inhalt wurde am 26. Dezember 2004 - 15:44 publiziert

Damit soll die Grundlage geschaffen werden, dass Kinder früh mit Tennisspielen beginnen und stufengerechte und motivierende Lernformen und -inhalte vorfinden.

"kidstennis – damit der Schweizer Tennissport auch in Zukunft grosse Stars hervorbringt", so lautet der Grundsatz des neuen Förderprogramms, das der Schweizer Tennisverband, Swiss Tennis, kürzlich vorgestellt hat.

Botschafter ist kein geringerer als der Roger Federer, die momentane Welt-Nummer 1 im Herrentennis.

Das Kindertennis beginnt Ende April 2005 und spricht Kinder im Alter von 4 bis 12 Jahren an. Sie sollen spielerisch zum Tennis geführt werden und so die Freude an diesem Sport entdecken. Deshalb wird spielerisch gelernt; die Lernmethoden entsprechen dem Alter.

Auf angepassten Spielfeldern mit adaptierten Bällen, Schlägern und mit vereinfachten Regeln wird das Tennisspiel gelernt.

Auf Wettkampf vorbereiten

Die Kinder werden jedoch auch auf erste Tests vorbereitet. "Kidstests" bilden den Abschluss jeder der vier Lernstufen. Diese sind in vier verschiedenen Farben gehalten.

Ende des Jahres werden aus allen Siegern der Kids-Turniere rund 30 Kinder ausgelost, die im Nationalen Leistungszentrum in Biel in den Genuss eines Tennistages (Stargames) mit Top-Spielern und Nationaltrainern kommen.

Und möglicherweise befinden sich – wie der Slogan es sagt – unter all den Kindern die Tennishoffnungen der Zukunft.

15% lizenzierte Spieler mehr

"Unser Projekt soll selbstverständlich nicht einfach den Champion von morgen hervorbringen", sagt Sandra Kirchhofer von der Marketingabteilung von Swiss Tennis.

Es gehe vor allem darum, den Kindern Tennis nahe zu bringen. Die Kurse sollen Spiel und Vergnügen sein. "kidstennis" soll aber auch Verständnis wecken für den Wettbewerb. " Wir hoffen, dass die jungen Leute dem Tennissport treu bleiben", so Kirchhofer.

Im ersten Jahr werden rund 4500 Kinder erwartet. Im Jahr 2009 soll dann die 10'000er-Grenze überschritten werden.

Die Steigerung soll durch eine Art Schneeball-Effekt erzielt werden. Der soll es möglich machen, dass die Zahl der lizenzierten Junioren innerhalb von fünf Jahren von heute 13'500 auf 15'500 zunimmt.

Ohne Zweifel weckt "kidstennis" bei Swiss Tennis auch finanzielle Hoffnungen. Mehr Lizenzen oder Turniere bringen mehr Geld.

Doch auch Tennisclubs und Tenniszentren in der Schweiz werden möglicherweise an der "Tenniszukunft" teilnehmen können, ist doch jedes Kind, das mitmacht, ein potenzielles Clubmitglied.

Robin Roshardt auf den Spuren von Roger Federer

Gut und recht, aber dient das neue Projekt nicht einfach dazu, die Lücke zu füllen, die Roger Federer und Patty Schnyder einmal hinterlassen werden, die derzeit einzigen Schweizer in den Top 100 der Welt?

"Nein", sagt Sandra Kirchhofer. Die Ablösung spielt schon lange Tennis: Robin Roshardt, die Nummer 1 in Europa bei den unter 16-Jährigen.

Im November hat der Zürcher zwei ITF-Turniere (Internationaler Tennis-Verband) der unter 18-Jährigen in Thailand und Malaysia gewonnen.

Einige Tage später ist das auch der Aargauerin Stefanie Vögele gelungen. Sie gewann als 15-Jährige in Kuala Lumpur ein Turnier der U18.

Patinnen und Paten

Im kommenden Sommer sind gesamtschweizerisch zehn Anlässe geplant, die dazu dienen, "kidstennis" - und damit das Tennis als Sportart für Kinder - der Öffentlichkeit vorzustellen und bekannt zu machen.

Das erste Zusammentreffen allerdings ist bereits im Februar angesetzt: Im Rahmen der Sporttage an der Mustermesse Basel.

Eine Vielzahl der besten Schweizer Tennisspielerinnen und -spieler haben ihr Erscheinen zugesagt. Sie werden Patinnen und Paten von "kidstennis" sein. Ob auch die Nummer 1 der Welt anwesend sein wird, ist derzeit noch fraglich.

Sicher ist heute schon, dass in einem Jahr die Teilnahme an den "Stargames" (15. Dezember 2005) in Biel für die 30 Auserwählten jungen Tennisspielerinnen und Tennisspieler ein tolles Weihnachtsgeschenk sein wird.

swissinfo, Raphael Donzel
(Übertragung aus dem Französischen: Urs Maurer)

In Kürze

Swiss Tennis hat mit "kidstennis" eine neue Jugendförderung ins Leben gerufen, die sich an die 4- bis 12-Jährigen richtet.

Das Ziel besteht darin, bei den Kindern die Freude am Tennis zu wecken.

Der Schweizer Tennisverband hofft, dass die Zahl der lizenzierten Spielerinnen und Spieler steigt.

Zahlreiche Spitzentennis-Spieler aus der Schweiz stellen sich als Paten oder Patinnen zur Verfügung.

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