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Echo der Zeit

Bund will Ausbau des Stromnetzes vorantreiben

Dieser Inhalt wurde am 02. Juli 2011 - 18:00 publiziert

Die Schweiz braucht dringend ein neues Stromnetz: Zum einen, weil das bestehende teilweise veraltet ist. Zum anderen, weil es für die zunehmende Nutzung von alternativen Energiequellen mehr Kapazitäten braucht. Experten sprechen von insgesamt 1000 km neuen Stromleitungen.
Eine Strategie-Gruppe von Bundesrätin Doris Leuthardt hat nun abgeklärt, wie der Ausbau möglicht zügig erfolgen könnte. Der Vorschlag: Die Verfahren sollen gestrafft und die Einsprachemöglichkeiten reduziert werden. 

Abstimmungsergebnis in Marokko nährt Zweifel

Für König Mohammed VI. ist es ein Traumergebnis: Mit 98,5 Prozent haben die marokkanischen Stimmbürger einer Verfassungsänderung zugestimmt, die ihnen der Monarch erst zwei Wochen zuvor unterbreitet hatte. Mit dieser Reform versucht der junge König, der Demokratiebewegung den Wind aus den Segeln zu nehmen, die nach den Revolutionen in Tunesien, Marokko und Libyen auch seine Herrschaft in Frage gestellt hatte. Ob ihm das allerdings gelingt, hält Nordafrikaspezialist Alexander Gschwind aufgrund des leicht anrüchigen Abstimmungsresultats zumindest für fraglich.

Pläne für eine europäische Ratingagentur

Zur Stunde beraten die Finanzminister der EU über die Freigabe der nächsten Tranche der Griechenland-Hilfe. Mit dem Kredit über 12 Milliarden Euro ist die Pleite bis zum Herbst abgewendet. Die Ratingagenturen wird das kaum nachhaltig beeindrucken. Sie bewerten Griechenland mit denkbar schlechten Noten, griechische Staatsanleihen gelten als Ramschpapiere.
Ein Ärger, nicht nur für die Griechen, die beklagen, dass ihre eigenen Anstrengungen überhaupt nicht berücksichtigt werden. Immer lauter wird deshalb der Ruf nach einer Alternative - nach einer neuen Ratingagentur, die die grosse Macht der drei amerikanischen Bonitätsbewerter Moody's, Standard and Poor's und Fitch brechen soll. Tatsächlich gibt es inzwischen einen ziemlich konkreten Plan für eine europäische Ratingagentur.

Problem Medikalisierung: Wenn Pillen und Pulver zu rasch zur Hand sind

Wer einen entzündeten Blinddarm hat, muss dringend zum Arzt. Und niemand wird bezweifeln, dass eine Magendarmgrippe den Körper ernsthaft belastet. Doch längst nicht immer ist heute so klar, was eigentlich als krank und was als gesund zu gelten hat. Die Grenzen sind fliessend geworden, Pillen und Pulver rasch zur Hand. Das zeigt sich etwa bei Menschen mit leichtem Übergewicht oder Stimmungsschwankungen. Experten sprechen deshalb von einer zunehmenden Medikalisierung des Alltags - wie gestern an einer Tagung in Bern, die von der Nationalen Ethikkomission und der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften organisiert wurde.

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