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München: Schweizer Erpresser gesteht

Der mutmassliche Erpresser der Quandt-Erbin Susanne Klatten, der reichsten Frau Deutschlands, hat am Montag vor dem Landgericht München I ein Geständnis abgelegt.

Dieser Inhalt wurde am 09. März 2009 - 10:59 publiziert

Der Schweizer liess von seinem Anwalt eine Erklärung verlesen, in der er die Vorwürfe umfassend einräumte. Der 44-Jährige soll Susanne Klatten sowie drei weitere wohlhabende Frauen verführt und dann um Millionenbeträge erleichtert haben. In zwei Fällen versuchte er den Ermittlungen zufolge auch, die Frauen mit intimen Bildern zu erpressen.

Die BMW-Grossaktionärin Klatten, 46, selbst hatte das Verfahren gegen den Übersetzer, der sechs Sprachen sprechen soll, mit ihrer Anzeige ins Rollen gebracht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Schweizer in vier Fällen Betrug im besonders schweren Fall und in zwei Fällen zusätzlich versuchte Erpressung im besonders schweren Fall vor.

Der Mann hatte die Frauen in edlen Wellness-Hotels kennengelernt und Beziehungen begonnen. Als er seine Erpressungsversuche startete, hatte er laut Anklage von Klatten und zwei anderen Frauen binnen eineinhalb Jahren bereits 9,4 Mio. Euro freiwillig bekommen.

Zu den Zahlungen brachte er die Frauen laut Staatsanwalt stets mit der Geschichte von einem Unfall mit einem schwer verletzten Kind. Nun müsse er sich freikaufen. Die Millionensummen soll er dem Leiter einer Sekte in Italien gegeben haben.

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