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Moritz Suter: Vom Flugkapitän zum Konzernleiter

Moritz Suter Keystone

Der bisherige Crossair-Chef Moritz Suter ist neues Mitglied der Konzernleitung der SAir Group und übernimmt die Führung des gesamten Fluggeschäftes. Suter war lange Zeit Konkurrent und teils auch Intimfeind der nationalen Fluggesellschaft, bis Crossair in die Swissair eingeliedert wurde.

Dieser Inhalt wurde am 23. Januar 2001 - 11:35 publiziert

Suter wurde am 3. September 1943 in Basel geboren. Er durchlief Schulen in Basel und in Sankt Gallen. Als 18-Jähriger begann der passionierte Flieger seine Ausbildung als Pilot. 1965 wurde Suter als Pilot bei der luxemburgischen Fluggesellschaft Luxair angestellt.

Pilot und Firmengründer

1967 wechselte er zur Swissair, wo er zuerst Maschinen des Typs CV 440 Metrolitan und dann CV 990 Coronados flog. 1974 wurde er zum DC-9-Flugkapitän befördert.

1975 gründete er mit M.P.E. Kalt die Gesellschaft "Business FlyerBasle", die 1979 in "Crossair" umbenannt wurde. Bereits 1983 errang die Gesellschaft den begehrten Titel "Commuter/Regional Airline of the year", den sie 1989 nochmals erhielt.

1993 wurde der damalige Verwaltungsratsdelegierte und Direktionspräsident der Fluggesellschaft Crossair von einer internationalen Jury in Paris zur "Persönlichkeit des Jahres" gewählt.

Suter war für seinen "Unternehmergeist, seine Leistung, innerhalb von zehn Jahren die Crossair zu einer der besten Regionalfluglinien Europas" gemacht zu haben, geehrt worden.

Etappenweise Eingliederung in die Swissair

Die Eingliederung von Crossair in die Swissair erfolgte in mehreren Schritten. 1988 beteiligte sich Swissair an einer Kapitalerhöhung von Crossair. Bei einer Aktionärsgruppe um den Direktor und Verwaltungsratsdelegierten Moritz Suter sicherte sich Swissair in zwei Vereinbarungen ab 1990 zwei weitere Pakete an Namenaktien. So erlangte Swissair 38,3 Prozent des Kapitals und 41 Prozent der Stimmrechte.

Mit einem weiteren Paket von Moritz Suter erlangte Swissair im März 1991 die Stimmenmehrheit von 51,9 Prozent. Insgesamt über 210 Mio. Fr. hatte sich Swissair die Mehrheitsbeteiligung an Crossair kosten lassen.

Umstrittener Führungsstil

Der Patron Moritz Suter hat in der Crossair, die er vom Kleinbetrieb bis zum Grossunternehmen mit mehr als 3'600 Angestellten führte, einen sehr patriarchalen Führungsstil gepflegt. Dass er damit an seine Grenzen stiess, zeigte zuletzt der langandauernde und teilweise auch sehr persönlich ausgetragene Lohnstreit mit den Crossair-Piloten.

Suter war dadurch auch in der Öffentlichkeit zunehmend unter Druck geraten. Dass er nach dem Fall von Konzernchef Bruggisser bei der SAir Group aufsteigt, entbehrt nicht einer weiteren pikanten Note: Das Verhältnis von Crossair-Chef Suter zum SAir-Chef und damit dem Crossair-Verwaltungsratspräsidenten Bruggisser war nicht ohne Spannungen.

swissinfo und Agenturen

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