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Micheline Calmy-Rey: Genfer "Dame de fer" mit Walliser Wurzeln

Die 57-jährige Micheline Calmy-Rey leitet seit 1997 das Genfer Finanzdepartement.

Dieser Inhalt wurde am 15. November 2002 - 20:38 publiziert

Ihre Hartnäckigkeit bei der Sanierung der Kantonskasse bescherte ihr nebst dem Übernamen "Cruella" eine brillante Wiederwahl in den Staatsrat, den sie derzeit präsidiert.

Mit ihrer Sanierungspolitik, die weder die Steuern erhöhte noch die Leistungen abbaute, machte sich Calmy-Rey über die Genfer Kantonsgrenzen hinaus einen Namen. Weniger Freude hatten die Waadtländer Nachbarn, als die Genfer Finanzministerin den Pendlern aus der Waadt kurzerhand Steuerformulare ins Haus schickte.

Entschlossene Zupackerin

Den Kampf um die Pendlersteuern verlor sie vor Bundesgericht, was ihrem Ruf als entschlossene Zupackerin aber nicht abträglich war. Als Finanz- und Wirtschaftsexpertin profiliert hatte sich Calmy-Rey bereits im Genfer Grossen Rat, dem sie von 1981 bis 1997 angehörte. Von 1986 bis 1990 präsidierte sie zudem die Genfer SP.

Micheline Calmy-Rey wuchs in Chermignon VS als Tochter eines Gewerkschafters auf. Nach dem Handeldiplom kam sie nach Genf, um Politikwissenschaften zu studieren. Zusammen mit ihrem Mann führte sie während 20 Jahren einen kleinen Buchvertrieb. Calmy-Rey ist Mutter zweier erwachsener Kinder sowie dreifache Grossmutter.

"Couchepin-Dialekt"

Die mangelnde Erfahrung auf nationalem Parkett sieht sie nicht als Handicap. Der Blick von aussen könne auch ein Vorteil sein, meinte sie in Zeitungsinterviews. Sie bedauert aber, "nur" Hochdeutsch und kein Schweizerdeutsch gelernt zu haben. "Ich spreche den "Couchepin-Dialekt", räumte sie ironisch ein.

swissinfo und Agenturen

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