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Mexiko für Schweizer Unternehmen öffnen

Mexiko: Ein Markt mit einem potentiellen Kundenkreis von 100 Mio. Menschen. Keystone

Die Schweizer Wirtschaft entdeckt Mexiko. Nun soll ein Business-Hub die Beziehungen zusätzlich ankurbeln.

Dieser Inhalt wurde am 14. September 2002 - 09:58 publiziert

Seit dem Inkrafttreten eines Freihandels-Abkommens vor einem Jahr zieht der Warenaustausch mit Mexiko an.

Lateinamerika ist für die Schweizer Wirtschaft nur ein kleiner Fisch. Gemessen am gesamten schweizerischen Aussenhandel machen die Wirtschafsbeziehungen zu Lateinamerika nur gerade rund zwei Prozent aus.

Mexiko nimmt dabei hinter Brasilien den zweiten Platz ein, und die Bedeutung des mexikanischen Marktes dürfte in den kommenden Jahren weiter zunehmen.

Verantwortlich dafür ist das Freihandels-Abkommen, welches die Schweiz gemeinsam mit den Efta-Staaten Norwegen, Island und Liechtenstein unterzeichnet hat.

Seit das Abkommen vor einem Jahr in Kraft getreten ist, sind insbesondere die Exporte nach Mexiko bemerkenswert angestiegen.

Partner-Vermittlung

Das Freihandels-Abkommen mit Mexiko ist zwar erfreulich angelaufen, doch ein bisschen mehr Schwung würde den Handelsbeziehungen durchaus gut tun.

Aus diesem Grund stattete in dieser Woche eine schweizerische Wirtschaftsdelegation, angeführt von Staatssekretär David Syz vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), Mexiko einen Besuch ab.

Wie Syz in der mexikanischen Hauptstadt vor der Presse erklärte, zielte die Reise darauf ab, mittelständischen schweizerischen Unternehmen Kontakte mit möglichen mexikanischen Partnern einzufädeln.

Auf dem Programm standen aber auch Begegnungen mit verschiedenen Regierungsvertretern, um sich ein Bild über die Rahmenbedingungen machen zu können.

Business-Hub

Konkret stellte Syz in Aussicht, dass die schweizerische Aussenhandels-Förderung OSEC in Mexiko möglicherweise im nächsten Jahr einen so genannten "Hub" eröffnen wird. Dort könnten sich Unternehmen Informationen über einen Eintritt in den mexikanischen Markt und Kontakte zu bereits ansässigen Firmen beschaffen.

Weltweit existieren zwölf solche "Hubs", auf dem amerikanischen Kontinent bisher nur in Chicago und seit einem Monat in Sao Paulo. "Wir wollen die kleinen und mittleren Unternehmen nicht ins Unglück schicken. In Mexiko braucht es Durchstehvermögen", sagte Syz und erwähnte die unterschiedliche Sprache und Mentalität sowie die staatlichen Regulierungen als mögliche Hindernisse für ein erfolgreiches Wirtschaften.

Grosses Potenzial

Dennoch könne man in Mexiko gute Geschäfte machen, meinte Syz, der Markt mit einem potenziellen Kundenkreis von 100 Millionen Menschen habe grosses Potenzial. Um den KMU den Einstieg in den mexikanischen Markt zu erleichtern, wurde das Projekt "Perspectivas Mexico" gestartet.

An verschiedenen Veranstaltungen in der Schweiz haben sich rund 200 Unternehmer über den mexikanischen Markt informieren lassen.

swissinfo, Martin Jordan, Mexiko-Stadt

Fakten

2001 nahmen die Schweizer Exporte nach Mexiko um 12% auf 1,1 Mrd. Fr. zu.

Dazu zählen in erster Linie Maschinen sowie pharmazeutische und chemische Produkte.

Die mexikanischen Importe (v.a. chemische Produkte) in die Schweiz reduzierten sich 2001 um 12% auf 169 Mio. Fr.

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