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Merz fordert pragmatische IWF-Reform

Finanzminister Hans-Rudolf Merz hat für eine pragmatische Reform des Internationalen Währungsfonds plädiert. Für die Schweiz geht es bei den bevorstehenden Reformen darum, ihren Sitz im IWF- und Weltbank-Exekutivdirektorium zu verteidigen.

Dieser Inhalt wurde am 04. Oktober 2009 - 18:25 publiziert

Die Frage der Neuverteilung der IWF-Stimmrechte beschäftigt die Schweiz auch als Anführerin der IWF-Ländergruppe Polen, Serbien, Aserbaidschan sowie Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan.

Mit Blick auf die 2011 abzuschliessende Revision der IWF-Quoten sagte Merz am Sonntag in Istanbul, dass eine Erhöhung der Quotensumme am langfristigen Liquiditätsbedarf des IWF ausgerichtet sein müsse und dass Stimmrechte aufgrund objektiver Kriterien zu verteilen seien.

Deshalb sei ein pragmatisches Vorgehen grundsätzlichen Änderungen am institutionellen Rahmen des IWF klar vorzuziehen, so Merz im weiteren. Die Mitgliederquoten sollten der Offenheit und der Systemrelevanz des Finanzsektors des Mitglieds Rechnung tragen.

Der Schweizer Finanzminister sprach sich auch für einen Ausbau der Überwachungsfunktionen des IWF aus. So wäre es wünschenswert, wenn der IWF die Finanzstabilität zu einem integralen Bestandteil der Länderexamen machen würde.

Die Schwellen- und Entwicklungsländer pochen auf einen höheren Anteil als geplant. Denn der IWF soll zum zentralen Wächter über die globale Finanzstabilität aufgewertet werden und neue Aufgaben erhalten.

So könnte das Management über die Welt-Währungsreserven dem Fonds übertragen werden, was aber nicht unumstritten ist.

swissinfo.ch und Agenturen

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