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Logiernächte: Genf sticht Lausanne aus

Im Rahmen des G-8-Gipfels vom Juni in Evian werden zahlreiche Gipfel-Gäste auf Schweizer Boden nächtigen.

Dieser Inhalt wurde am 19. März 2003 - 09:24 publiziert

Genf hat sich dabei das grösste Kuchenstück gesichert. Für Lausanne bleiben bloss Brosamen.

Über die Logierorte und -bedingungen der G-8-Gäste sind bislang nur wenig Informationen durchgesickert. Bekannt ist einzig, dass die G-8-Staatschefs aus Sicherheitsgründen am gleichen Ort logieren werden: Im Hotel Royal Parc oberhalb von Evian.

Am Schweizer Genferseeufer werden zwischen 2000 und 4000 G-8- Gäste erwartet. Es handelt sich dabei um rund 20 Staatschefs aus Schwellenländern - samt ihren Delegationen.

Weiter werden in der Schweiz Delegationsteilnehmende und Medienschaffende logieren, die in Frankreich keine Unterkunft mehr finden werden.

Genf: 2000 Zimmer vorreserviert

Zweieinhalb Monate vor dem Gipfel warten die Schweizer Hoteliers noch immer auf präzise Angaben. Die Zahl der bestätigten Reservationen ist noch nicht bekannt.

Aber der Zustand der Vorreservationen zeigt, dass eine Mehrheit der Delegationen in Genf absteigen wird.

"In Genf wurden rund 2000 Zimmer reserviert, und das ist erst der Anfang", schätzt Christian Rey, Präsident von Genf Tourismus.

Resultat: Die zwölf Genfer Fünfsternhotels sind um Auffahrt bereits voll oder fast ganz belegt. Das Hotel "Intercontinental" etwa hat im Hinblick auf den Gipfel alle Zimmer blockiert.

Lausanne: nur 450 Zimmer

Deutlich bescheidener fallen die Zahlen in Lausanne aus. "Eine französische Agentur, die für das Elysée arbeitet, hat 450 Zimmer vorreserviert", sagt Claude Petitpierre, Präsident von Lausanne Tourismus. Dies sei gemessen an den 5500 Hotelzimmern in Lausanne "sehr wenig".

Noch dürftiger sieht es ausserhalb von Lausanne aus. Anderswo im Kanton Waadt kam es zu keinen offiziellen G-8-Zimmerreservationen.

Im Walliser Teil des Chablais sieht es nicht besser aus. Bei Wallis Tourismus erwartet man keine speziellen Auswirkungen.

Ausserhalb von Genf kündigt sich der G-8-Gipfel nicht als besonders gutes Geschäft für den Tourismus an. "Bleibt es bei der reservierten Zimmerzahl, bringt uns die Veranstaltung nichts Aussergewöhnliches", meint Petitpierre.

Lausanne Tourismus organisiert jedes Jahr zwischen 75 und 100 Kongresse mit höheren Teilnehmerzahlen.

Stippvisite der Offiziellen

Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind umso beschränkter, als die Offiziellen nur kurz in Lausanne absteigen werden.

"Einige werden am 31. Mai oder 1. Juni ankommen und am nächsten Tag bereits wieder abreisen", sagt Olivier Durgnat, der sich auf Waadtländer Seite um die Hotelreservationen kümmert.

Zudem erwarten die Hoteliers keinen speziellen Werbeeffekt für die Region. "Man wird während des G8 kaum von Lausanne sprechen, von Evian hingegen schon", sagt Enzo Stretti, Präsident der Lausanner Hoteliers.

Genf hingegen wird seinen Ruf als "Stadt der Begegnungen" festigen können, wie man bei Genf Tourismus betont.

swissinfo und Agenturen

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