Navigation

Letzter Arbeitstag für 9'000 Swissair-Angestellte

Die Swissair bezahlt nicht einmal mehr die November-Löhne. Keystone

Für weltweit rund 9'000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der bankrotten Swissair ist am Mittwoch der letzte Arbeitstag gewesen. In der Schweiz verlieren 4'500 Mitarbeiter per 1. November ihren Arbeitsplatz.

Dieser Inhalt wurde am 31. Oktober 2001 - 20:59 publiziert

Die Mitarbeiter hatten in den vergangenen Tagen ihre Kündigung erhalten, nachdem sie zum Teil Jahrzehnte für die einst so stolze nationale Schweizer Fluggesellschaft gearbeitet hatten. Der Swissair-Konzern hatte 68'000 Beschäftigte.

"Heute ist ein schrecklicher Tag", sagte ein Swissair-Sprecher, der selbst 35 Jahre für die Swissair arbeitete und am Mittwoch seinen Schreibtisch räumen musste. Bei den Zulieferbetrieben der Swissair und des Flughafens dürfte der Niedergang der Airline nochmals bis zu 5'000 Entlassungen nach sich ziehen, schätzt das Zürcher Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA).

Unsichere Perspektive

Die Zukunftsperspektiven für die betroffenen Mitarbeiter sind unsicher. Zwar lag die Arbeitslosenquote im Kanton Zürich im September nur bei 1,7 Prozent. Doch die Konjunktur ist schlechter und der Arbeitsmarkt weniger aufnahmefähig geworden. Ob es in der Schweiz bei den 9'000 bis 10'000 Entlassungen bei der Swissair und den Zulieferern bleibt, ist ungewiss.

Der Kanton Zürich, der vom Swissair-Debakel am stärksten betroffen ist, hat für Mitarbeiter der Swissair ein Arbeitsmarkt-Zentrum am Flughafen eingerichtet. "Zu Beginn wollten sich die Leute vor allem informieren. Jetzt melden sie sich als arbeitslos", sagte ein Sprecher des AWA.

Die Swissair zahlt für die gekündigten und per sofort freigestellten Mitarbeiter nicht einmal mehr die November-Löhne. Zwar springen die Arbeitslosenkasse und der Bund bis Ende Jahr ein, aber ob für die gekündigten Mitarbeiter noch Geld aus Sozialplänen fliessen wird, ist ungewiss. Laut einer Swissair- Sprecherin finden darüber Verhandlungen statt.

swissinfo und Agenturen

Artikel in dieser Story

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Diskutieren Sie mit!

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?