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LeShop expandiert nach Argentinien und Deutschland

Le Shop hat ehrgeizige Pläne Keystone

LeShop, der Pionier im Schweizer Online- Lebensmittelmarkt, expandiert im Ausland: Noch in diesem Jahr ist der Markteinstieg in Argentinien und Deutschland geplant. Dazu sieht das Unternehmen eine Kapitalerhöhung vor.

Dieser Inhalt wurde am 14. Juni 2000 - 14:34 publiziert

Der Einkauf von Lebensmitteln über Internet ist noch wenig populär. Gerade 4 Mio. Fr. beträgt der Umsatz von LeShop, einem der grössten Anbieter in der Schweiz. 5000 Kunden kauften 1999 bei ihm ein, die Hälfte davon regelmässig.

"Damit entspricht unser Geschäftsvolumen dem einer mittleren Filiale eines Grossverteilers", erklärte Alain Nicod am Mittwoch (14.06.) vor den Medien in Zürich.

Der Gründer und Geschäftsführer von LeShop rechnet indessen mit einem grossen Aufschwung: "In den nächsten fünf bis zehn Jahren werden gegen 10 Prozent aller Lebensmittel übers Internet verkauft", gab er sich überzeugt. Umfragen zeigten, dass bis zu 45 Prozent der Bevölkerung keine Lust hätten, regelmässig selber einzukaufen.

Im Hinblick auf den wachsenden Markt verstärkt das in Chavannes- de-Bogis (VD) ansässige Unternehmen seine internationale Präsenz. Seit Ende 1999 ist es über Alcampo, eine Tochterfirma der französischen Detailhandelsgruppe Auchan, bereits in Spanien vertreten. Wie Nicod erklärte, seien auch Optionen für Lizenzen in Frankreich, Italien und Portugal gewährt worden.

In diesem Jahr plant LeShop den Markteinstieg in Argentinien und Deutschland. Die Mittel dazu will sich die Firma mit einer Kapitalerhöhung von 20 Mio. Fr. sichern. Davon habe die britische Investmentbank Morgan Grenfell 12,5 Mio. Fr. gezeichnet. Für 7,5 Mio. Fr. werden noch Investoren gesucht.

Börsengang im Jahr 2001 möglich

Morgan Grenfell besitzt damit nach Angaben Nicods einen Anteil von 20 Prozent an LeShop. Rund 30 Prozent gehören Beat Curtis Bon- Appetit-Gruppe, 50 Prozent halten die Firmengründer. Im Hinblick auf einen weiteren Ausbau ist für 2001 ein Börsengang oder eine weitere Privatfinanzierung vorgesehen.

Auch in der Schweiz baut LeShop die Leistungen aus: Ab kommenden Juli sollen die Bestellungen in Zürich, Lausanne und Genf auch abends ausgeliefert werden. Im April ist das zentrale Warenlager von Lausanne nach Villmergen (AG) verlegt worden. Die Vergrösserung erlaube es, das Produktesortiment im Depot von 3500 auf 5000 Artikel zu erweitern.

Betrieben wird das Lager von der Transportfirma Planzer. Für die Auslieferung der Bestellungen ist die Post verantwortlich. Der Bon- Appetit-Gruppe hat LeShop den Produkteeinkauf übertragen.

60 Prozent der LeShop-Kunden sind Frauen. Im Durchschnitt werden jeweils Lebensmittel für rund 140 Franken eingekauft. Die Liefergebühr beträgt 9 Fr. pro Sendung.

Schwarze Zahlen erstmals 2001

Für das laufende Jahr zeigte sich Nicod zuversichtlich. Er rechnet mit einem monatlichen Wachstum von 20 Prozent und einem Jahresumsatz von gegen 15 Mio. Franken. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soll von 30 auf rund 100 aufgestockt werden. Gewinn schreibt LeShop noch keine. Der Firmenchef geht davon aus, dass das Unternehmen im Jahr 2001 erste schwarze Monatszahlen erreichen wird.

swissinfo und Agenturen

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