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Lastwagen:"Kein Zauberstab bringt die Staus weg"

Bundesrat Leuenberger erläutert die Probleme des Lastwagentransits. Keystone

Die Anrainer-Kantone der A2 zwischen Basel und Chiasso wollen die Zahl der Abstellplätze für Camions auf 1400 begrenzen. Sie befürchten, dass mehr Stauraum nur mehr Verkehr anzieht. Geprüft wird ein streckenweises Überholverbot für Lastwagen.Bundespräsident Leuenberger hat am Montag Vertreterinnen und Vertreter von elf Kantonen zu einer Aussprache über die jüngsten Lastwagen-Staus empfangen. Eine gemischte Arbeitsgruppe Bund-Kantone wird das Problem weiter verfolgen. Ein Ausweichen auf Kantons-Strassen wird ausgeschlossen.

Dieser Inhalt wurde am 28. Mai 2001 - 21:44 publiziert

Wie Verkehrsminister Leuenberger vor den Medien erklärte, sind die Camion-Staus eine Folge der gewöhnlichen und vorausgesagten Verkehrszunahme. Sie seien verursacht durch die Engpässe an den Zollanlagen in Basel und Chiasso, nicht aber durch den einröhrigen Gotthard-Strassentunnel.

Die Kantone entlang der A2 seien bereit, 1400 Abstellplätze anzubieten, sagte Leuenberger. So sollte der Verkehr durch die Zollämter bewältigt werden können. Die Kantone hätten das Angebot des Bundes, Parkplätze auf den Flugplätzen Buochs und Ambri sowie bei Sissach-Lausen zur Verfügung zu stellen, abgelehnt.

Ein solches Angebot würde nur noch mehr Lastwagen anziehen, sagte Leuenberger. Wenn mehr Stauraum geschaffen würde, würde er auch benutzt. Der Bund sei dieser Argumentation der Kantone gefolgt. Nicht in Frage komme zudem eine Aufhebung des Nachtfahrverbotes.

Camions vorsortieren

Die Stauprobleme am Zoll könnten nur durch bauliche Massnahmen gelöst werden, sagte Leuenberger. Das brauche zwei Jahre. Die Kosten würden aus den Erträgen der Leistungs-abhängigen Schwerverkehr-Abgabe (LSVA) bezahlt. Mit dem Zauberstab seien die Staus nicht wegzubringen.Für die Abfertigung müsse die Lastwagen-Lawine "vorsortiert" werden.

Dafür soll eine gemischte Arbeitsgruppe Bund-Kantone gebildet werden. Dies wurde von der Basler Regierungsrätin Barbara Schneider (SP) und vom Tessiner Staatsrat Marco Borradori (Lega) begrüsst.

swissinfo und Agenturen

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