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Krisen und Neustarts bei Tornos - eine Chronologie

Seit einem Jahr liefert Tornos mit roten Zahlen und Entlassungen wieder Negativ-Schlagzeilen. Das stark Ausland abhängige Unternehmen erlebte in den letzten 30 Jahren mehrere ernste Krisen. Seine Belegschaft schrumpfte von 3000 auf 450.

Dieser Inhalt wurde am 20. November 2002 - 21:22 publiziert

Um 1970
Die in den 1880er Jahren in der Umgebung von Moutier gegründete Werkzeugmaschinenfabrik Tornos-Bechler erlebt ihre Blütezeit und beschäftigt rund 3000 Personen.

1973
Die Öl-Krise bringt einen ersten Rückschlag für Tornos-Bechler, deren Exportanteil rund 80 Prozent beträgt. Es folgen Entlassungen, Kurzarbeit und Schliessung der Fabriken in Crémins BE, Corroux BE und Fleurier NE.

1983
Abbau der Belegschaft von 1700 auf 1200 Personen.

Juli 1988
Tornos-Bechler wird von der westdeutschen Rothenberger/Pittler-Gruppe übernommen. Das Unternehmen mit noch rund 900 Angestellten wird restrukturiert. Es folgt eine Erholungsphase mit Übernahme von Firmen im In- und Ausland.

Januar 1992
Der wirtschaftliche Abschwung führt zu 80 Entlassungen und Kurzarbeit.

März 1995
Anton Menth wird neuer Konzernchef. Schliessung der Fabriken in Courrendlin JU und Courgenay JU, Konzentration auf Moutier. Mit verbesserten Durchlaufzeiten und neuen Produkten, darunter dem Drehautomaten Deco 2000, schafft das Unternehmen die Wende zum Besseren.

27. August 1998
Mehrheitsaktionär Rothenberger verkauft das Unternehmen an die Tornos Holding AG.

Anfang 1999
Die britische Beteiligungsgesellschaft Doughty Hanson übernimmt die Aktienmehrheit.

1995-2000
Das Unternehmen kann den Umsatz jährlich um 23 Prozent und das operative Betriebsergebnis um 31 Prozent steigern. Der Personalbestand wird von rund 700 auf über 1300 Mitarbeiter aufgestockt. Übernahme der konkursiten Firma Schäublin im bernischen Bévilard.

Anfang März 2001
Das Unternehmen unter dem neuen Namen Tornos geht an die Börse.

Ende Oktober 2001
Wegen der unsicheren Wirtschaftslage seit den Terroranschlägen vom 11. September werden zahlreiche Aufträge storniert. Abbau der Arbeitsplätze von 1300 auf rund 1100.

30. April 2002
Anton Menth wird Verwaltungsratspräsident der Schweizerischen Post und übergibt sein Amt bei Tornos an Pierre-Claude Jaquier. Die Belegschaft zählt rund 900 Personen.

30. Juni 2002
Tornos versucht einen Neustart mit einer Rekapitalisierung von rund 60 Mio. Franken und der Entlassung von über 300 Mitarbeitenden. Die frühere deutsche Tornos-Eigentümerin Rothenberger kehrt in den Kreis der wichtigsten Aktionäre zurück.

9. Oktober 2002
Entlassung von CEO Pierre-Claude Jaquier wegen "unterschiedlicher Ansichten bei der Unternehmensführung". Seine Aufgaben werden vom Delegierten des Verwaltungsrats, Raymond Stauffer, übernommen. Die Firma beschäftigt noch rund 600 Personen.

20. November 2002
Tornos baut wegen der anhaltendenden Konjunkturflaute weitere 150 Arbeitsplätze ab - ein Viertel der gesamten Belegschaft - und führt für einen Teil der Angestellten Kurzarbeit ein.

swissinfo und Agenturen

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