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Konjunktur: Ökonomen rechnen mit Abschwächung auf hohem Niveau

Bei den Exporten wird in den kommenden Jahren ein Wachstumsrückgang erwartet. Keystone

Die Konjunktur in der Schweiz wird nach Ansicht führender Ökonomen in den kommenden zwei Jahren weiter an Schwung verlieren. Die Arbeitslosigkeit dürfte aber weiterhin sinken. Die Zinsprognosen für nächstes Jahr wurde nach unten korrigiert.

Dieser Inhalt wurde am 29. Dezember 2000 - 12:20 publiziert

Die im Business Economists' Consensus (BEC) zusammengeschlossenen führenden Schweizer Ökonomen haben in der neusten Umfrage für nächstes Jahr ein Wachstum des realen Bruttoinlandprodukts (BIP) von 2,3 Prozent und für das Jahr 2002 ein solches von 2,1 Prozent prognostiziert.

Die Abschwächung des Aufschwungs geht gemäss der am Freitag (29.12.00) veröffentlichten Konsensumfrage von einem hohen Niveau aus, so dass das Wachstum im übernächsten Jahr etwa dem Potentialwachstum entsprechen wird.

Rückgang der Exporte

Bei den Exporten rechnen die 23 Ökonomen mit einem Wachstumsrückgang auf 5,2 Prozent für nächstes und auf 4,7 Prozent im übernächsten Jahr. Die Arbeitslosenquote bleibt rückläufig und wird sich in den beiden nächsten Jahren auf durchschnittlich 1,8 Prozent einpendeln.

Zinsgipfel bald erreicht

Ihre Zinsprognose für 2001 haben die Business Economists nach unten revidiert. Der Zinsgipfel dürfte bereits im ersten Quartal 2001 erreicht werden. Bis März sei zwar ein Anstieg der langfristigen Zinsen von derzeit 3,51 auf 3,8 Prozent zu erwarten.

Bis Ende Dezember dürfte sich die Rendite der 10-jährigen Benchmark-Bundesobligationen dann aber seitwärts bewegen. In ihrer September-Prognose waren die Ökonomen noch von langfristigen Zinssätzen von über 4 Prozent ausgegangen.

Die kurzfristigen Sätze steigen laut Prognose bis Ende März von derzeit 3,31 auf 3,44 Prozent, fallen bis Ende 2001 jedoch wieder auf 3,39 Prozent zurück. Die günstige Inflationsprognose sowie die schwächere Weltkonjunktur spiegeln sich in den Zinssätzen wider.

SNB dürfte Zinsband stabil halten

Vor diesem Hintergrund halten die Ökonomen eine Anhebung des Dreimonats-Libor-Zinsbandes durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) im kommenden Jahr für unwahrscheinlich.

Der Swiss Performance Index wird sich gemäss der Einschätzung im kommenden Jahr nur noch um 3,3 Prozent erhöhen. An den Devisenmärkten wird sich der Schweizer Franken bis Ende nächsten Jahres gegenüber dem Euro leicht auf 1,54 Franken abschwächen. Gegen den Dollar wird der Franken auf 1,59 Franken zulegen.

swissinfo und Agenturen

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