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Kernland für kriminelle Aktivitäten ethnischer Albaner

Die Schweiz gehört laut dem Sicherheitsbericht des BAP zu den Kernländern für Aktivitäten krimineller Gruppen ethnischer Albaner.

Dieser Inhalt wurde am 04. Juli 2003 - 15:24 publiziert

Nach ersten Schätzungen dürfte der Umsatz durch illegale Aktivitäten, darunter der Drogenhandel, in der Schweiz rund 600 bis 800 Mio. Franken jährlich betragen.

Die Schweiz sei vom Phänomen der organisierten Kriminalität aus Südosteuropa relativ stark betroffen und zähle zu den wichtigsten Aktionsräumen krimineller Gruppen ethnischer Albaner. Der Geldwäscherei komme wegen der hohen Erträge vor allem aus dem Betäubungsmittelhandel grosse Bedeutung zu, so der Bericht des Bundesamtes für Polizei (BAP).

Oft übernähmen Reisebüros die Rolle der Finanzintermediäre. Die Einspeisung in den legalen Wirtschaftskreislauf erfolge zwar im Wesentlichen in den Ursprungsländern der kriminellen Gruppen, gewisse Rückflüsse fänden jedoch auch in die Schweizer Wirtschaft statt.

Es gibt gemäss BAP jedoch Hinweise, wonach sich die kriminellen Gruppen ethnischer Albaner aus dem Strassenhandel mit Heroin zurückziehen. Dies lasse aber befürchten, dass sie sich auf höher entwickelte Formen krimineller Aktivität hin bewegten und beispielsweise künftig vermehrt im Zwischenhandel tätig seien.

Zudem seien sie zunehmend im Menschenhandel und in der illegalen Prostitution aktiv.

Viele Albaner in der Schweiz

Die wichtigsten in Südosteuropa tätigen politischen albanischen Parteien und extremistischen Gruppierungen bemühten sich weiterhin um die Unterstützung der in der Schweiz lebenden Albaner, heisst es im Bericht weiter.

Die Schweiz, in der mit 170'000 Personen eine der grössten albanischen Gemeinschaften Europas lebt, bleibe für alle Parteien und Gruppierungen aus Südosteuropa für Logistik-, Propaganda- und Finanzierungszwecke attraktiv.

swissinfo und Agenturen

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