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Katastrophen im Jahr 2006: Von Rekordschäden verschont

Keystone

Die Schäden aus Natur- und anderen Katastrophen fallen für 2006 gegenüber den Rekordvorjahren glimpflich aus, wie eine vorläufige Schätzung des Rückversicherungs-Konzerns Swiss Re ergibt.

Dieser Inhalt wurde am 21. Dezember 2006 - 07:49 publiziert

Eine ruhige Hurrikan-Saison und ein weltweit nur wenig gestiegener Versicherungswert erklären die tieferen Aufwendungen der Versicherungs-Gesellschaften.

Mit 15 Mrd. Dollar weist das zu Ende gehende Jahr die dritttiefsten Versicherungsschäden der letzten 20 Jahre auf, wie der Rückversicherer Swiss Re schätzt.

Insgesamt verursachten Katastrophen Schäden von weltweit rund 40 Mrd. Dollar, wie Swiss Re schreibt.

Total kamen dabei schätzungsweise 30'000 Menschen ums Leben. Zahlreiche Todesopfer forderten Erdbeben, Kälte, Stürme, aber auch Schiffsunglücke.

Die vergleichsweise tiefen Versicherungsschäden gehen im Wesentlichen auf die ruhige Hurrikan-Saison in den USA und den umliegenden Ländern zurück.

Sehr teure "Man-made-Schäden" wie Flugzeugabstürze oder Grossbrände blieben ebenfalls aus. Auch in Europa blieben - anders als in den Vorjahren - teure Katastrophen wie etwa Überschwemmungen aus.

Allerdings sei die Zeit für Winterstürme oder Winterhochwasser noch nicht vorüber, warnt Swiss Re.

Dank dem Schadensrückgang dieses Jahr können die Sachversicherer das in den Rekordschadensjahren 2004 und 2005 reduzierte Risikokapital wieder aufstocken.

2005 teuerstes Katastrophenjahr

2005 war mit Gesamtschäden von 225 Mrd. Dollar als teuerstes Katastrophenjahr aller Zeiten in die Geschichte eingegangen. Damals mussten die Versicherer für Schäden in der Höhe von 80 Mrd. Dollar aufkommen.

Die Studienverfasser registrierten 2006 fast 140 Naturkatastrophen und mehr als 200 durch Menschen verursachte Katastophen. Todesopfer forderten namentlich Erdbeben.

Am 27. Mai zerstörte beispielsweise ein Erdbeben der Stärke 6,3 die indonesische Stadt Bantul und kostete 5778 Menschen das Leben.

Vor allem in armen Ländern

Taifune und Erdbeben hätten vor allem Schwellenländer mit vergleichsweise tiefen versicherten Werten getroffen. Somit beeinflusste auch die geografische Verteilung der Ereignisse die eher tiefe Schadensbilanz dieses Jahres.

Nur drei Schäden in Milliardenhöhe seien bisher aufgetreten: Zwei Tornados in den USA und ein Taifun in Japan.

In den letzten 20 Jahren wurden nur 1997 und 1988 tiefere Versicherungsschäden als 2006 verzeichnet, lautet die vorläufige Bilanz des Rückversicherers.

swissinfo und Agenturen

Fakten

2006 haben Katastrophen Schäden von 40 Mrd. Dollar verursacht. Davon waren 15 Mrd. versichert.
Im Vorjahr belief sich die Schadensumme auf 225 Mrd. Dollar.
Die Zahl der Todesopfer beträgt dieses Jahr (bisher) 30'000. Im Vorjahr waren es 112'000.

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In Kürze

Swiss Re ist einer der weltgrössten Rückversicherer.

Seit 1999 tritt die 1863 nach dem Grossbrand von Glarus gegründete Gesellschaft als Swiss Re auf. Der Hauptsitz ist in Zürich.

Swiss Re beschäftigt rund 8000 Angestellte in rund 30 Ländern.

Rückversicherung (Reassekuranz) findet statt, wenn die einzelne Risiko-Deckung von Erstversicherern auf andere Versicherer (meist spezielle Rückversicherungs-Gesellschaften) übertragen wird.

Damit verteilt sich das Einzelrisiko. Die Einzelversicherer werden entlastet.

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