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Kantonsparlament von Basel-Land gegen Schliessung des ADtranz-Werks in Pratteln

Das Baselbieter Kantonsparlament forderte ADtranz am Donnerstag (25.11.) mit einer Resolution auf, das Werk Pratteln BL nicht zu schliessen. Zudem wurden im Landrat verlangt, dass der Kanton das Firmenareal kaufen solle.

Dieser Inhalt wurde am 25. November 1999 - 16:49 publiziert

Das Baselbieter Kantonsparlament forderte ADtranz am Donnerstag (25.11.) mit einer Resolution auf, das Werk Pratteln BL nicht zu schliessen. Zudem wurden im Landrat diverse persönliche Vorstösse eingereicht. Einer davon verlangt, dass der Kanton das Firmenareal kauft.

Die Resolution wendet sich neben der Firmenleitung auch an die Kantonsregierung: Diese soll in ihren Bemühungen zur Rettung von Arbeitsplätzen unterstützt werden. Der Widerstand von Bevölkerung und Belegschaft wird gemäss Resolutionstext begrüsst.

Von wichtigen Kunden wie den SBB werde erwartet, dass sie sich für die Weiterführung der Schweizer Werke einsetzen, fordert die Resolution weiter. Sie wurde im Landrat am Donnerstag einstimmig verabschiedet - nötig wäre eine Zweidrittelsmehrheit.

Weiter wurden im Landrat verschiedene persönliche Vorstösse zum Thema ADtranz eingereicht. Überwiesen wurden Postulate der FDP, die ein breit anwendbares kantonales "Krisendispositiv" fordert, und der SP, die eine aktive kantonale Industriepolitik wünscht.

Keinen Erfolg hatte die SP mit einem weiteren dringlichen Postulat, gemäss dem der Kanton Baselland zusammen mit der Gemeinde Pratteln das Firmenareal - dasimmer noch Schindler gehört - kauft und ADtranz günstiger vermietet als heute (laut SP aktuell 6,5 Mio. Franken). Zu den Bedingungen dafür gehörte eine längerfristige Standortgarantie.

Gegen den Kauf durch den Kanton wehrte sich die Baudirektorin Elsbeth Schneider. Sie wolle auch nicht Daimler-Chrysler subventionieren. Sie versprach jedoch, für geeignete Umnutzungen Hand. Das Postulat wurde klar abgelehnt.

Regierungspräsident Hans Fünfschilling betonte im weiteren, dass der Kanton nicht mithelfen wolle, wenn der Daimler- Chrysler-Konzern einfach von jeder seiner Gesellschaften 15 Prozent Rendite verlange.

SRI und Agenturen

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