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Kantonsärzte wollen Impfung gegen Hirnhautentzündung

Die Vereinigung der Kantonsärzte der Schweiz (VKS) befürwortet eine flächendeckende Impfung bestimmter Personen-Gruppen gegen Miningokokken-Meningitis (Hirnhautentzündung). Sie fordert die Behörden auf, den Impfstoff möglichst schnell zu prüfen.

Dieser Inhalt wurde am 03. April 2001 - 22:43 publiziert

Die VKS beschloss an ihrer Vorstandssitzung, das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) in einem Brief aufzufordern, das Dossier prioritär zu behandeln. VKS-Präsident Hans Binz bestätigte am Dienstagabend (03.04.) eine entsprechende Meldung von Radio DRS.

Falls der Impfstoff den Kriterien genüge, sollte er auf Anfang 2002 zugelassen werden, sagte Binz. Geimpft werden müssten nach Ansicht der Kantonsärzte alle Kleinkinder unter 4 Jahren sowie Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren.

Die gegenwärtige Situation sei unbefriedigend, sagte Binz. Der Impfstoff sei nicht registriert, werde aber trotzdem teilweise eingesetzt. So würden mancherorts Kinder auf Wunsch ihrer Eltern geimpft. Eine flächendeckende Impfaktion ist nach Meinung der Kantonsärzte mit der Zunahme der Krankheitsfälle zu rechtfertigen.

In der Schweiz sind in diesem Jahr nach Angaben des BAG bis zum 25. März 80 Fälle von Hirnhautentzündungen aufgetreten. In der Vergleichsperiode im Vorjahr litten 63 Personen an der gefährlichen Krankheit. Rund 10 Prozent der Erkrankungen verlaufen tödlich.

swissinfo und Agenturen

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