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Kantone fordern frühzeitigen Dialog über Betriebsschliessungen

Die kantonalen Volkswirtschaftsdirektoren rufen zum frühzeitigen Dialog über Betriebsschliessungen auf. Hauruck-Übungen wie im Falle der Adtranz führten zu einem Klima der Konfrontation, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch (24.11.)

Dieser Inhalt wurde am 24. November 1999 - 09:36 publiziert

Die kantonalen Volkswirtschaftsdirektoren rufen zum frühzeitigen Dialog über Entlassungen und Betriebsschliessungen auf. Hauruck-Übungen wie im Falle der Adtranz führten zu einem Klima der Konfrontation zwischen Sozialpartnern und Staat, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch (24.11.)

Die Konferenz Kantonaler Volkswirtschaftsdirektoren vertrat die Meinung, es habe bei Restrukturierungen in den vergangenen Wochen und Monaten am frühzeitigen Dialog mit den Verantwortlichen bei den Kantonen gemangelt. Empörung habe wie im Falle des deutschen Bahntechnikkonzerns Adtranz der Umstand ausgelöst, dass auch offenbar gut rentierende Unternehmensteile liquidiert und langfristig attraktiveArbeitsplätze abgebaut würden. Stossend sei aber oft auch die Kommunikation, die auf die Betroffenen keine Rücksicht nehme und nur gerade den getroffenen unternehmerischen Entscheid ungeschminkt darstelle.

Unverständlich ist nach Darstellung der Volkswirtschaftsdirektoren, dass die Arbeitgeber verschiedentlich nicht das frühzeitige Gespräch mit den zuständigen Volkswirtschaftsdirektoren gesucht hatten. Denn verschiedene Beispiele der letzten Jahre zeigten, dass eine frühzeitige Information der Kantonsregierungen Erfolge bringen könne, sei es in Form von Management-Buy-Outs, Übernahme von Teilen der Produktion durch Dritte, Gründung von Jungunternehmen oder auch durch eine soziale Abfederung des Stellenabbaus. Frust und Demotivation in den betroffenen Betrieben könnten so deutlich reduziert werden.

Ein frühzeitiger Dialog ermögliche die Diskussion über Alternativen zur vollständigen Betriebsschliessung und über volkswirtschaflich sinnvolle und betriebswirtschaftlich akzeptable Teillösungen mit Erhaltung von Arbeitsplätzen, schreiben die Volkswirtschaftsdirektoren weiter. In einem solchen Dialog könnten auch die Interessen der Sozialpartner besser berücksichtigt werden. Die Konferenz appellierte deshalb an die Arbeitgeber, künftig bereits in der Phase der Entscheidvorbereitung von Umstrukturierungen die Kontakte zu den kantonalen Behörden aufzunehmen und diese frühzeitig in die Entscheidungen miteinzubeziehen.

SRI und Agenturen

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