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Indonesien fordert mehr Schweizer Unterstützung bei der Suche nach Suhartos Geheimkonten

Die indonesische Regierung will mehr Schweizer Hilfe bei der Suche nach geheimen Bankkonten des ehemaligen Präsidenten Suharto (Archivbild). Dies geht aus einem Artikel in der indonesischen Tageszeitung "Jakarta Post" vom Samstag (29.04.) hervor.

Dieser Inhalt wurde am 29. April 2000 - 09:59 publiziert

Die indonesische Regierung hat die Schweiz zu mehr Hilfe bei der Suche nach geheimen Bankkonten des ehemaligen Präsidenten Suharto (Archivbild) aufgefordert. Wie die Tageszeitung “Jakarta Post” am Samstag (29.04.) berichtete, rief Generalstaatsanwalt Marzuki Darusman die Berner Regierung auf, den indonesischen Ermittlern Daten über mögliche Vermögenswerte Suhartos in der Schweiz zur Verfügung zu stellen.

Der Sprecher des Schweizer Bundesamtes für Polizeiwesen (BAP), Folco Galli, erklärte, Bern warte noch auf ergänzende Angaben Indonesiens.

Indonesien hatte die Schweiz im Oktober formell um Rechtshilfe ersucht, worauf die Bundesanwaltschaft von Jakarta zusätzliche Auskünfte über das Korruptionsverfahren gegen den 1998 gestürzten Diktator aufforderte.

Ein formelles Strafverfahren gegen den Beschuldigten ist nach Schweizer Recht Voraussetzung für Rechtshilfeleistungen. Ausserdem will Bern genauere Hinweise darauf, wo sich die vermuteten Vermögenswerte befinden sollen.

Wie Galli auf Anfrage der Nachrichtenagentur AP erklärte, sind diese ergänzenden Angaben bisher nicht eingetroffen.

Der 79 Jahre alte Suharto hat Vorwürfe stets zurückgewiesen, wonach er während seiner 32-jährigen Amtszeit bis zu seinem Sturz 1998 Milliardenbeträge illegal ins Ausland geschafft haben soll. Wegen mutmasslicher Fluchtgefahr verhängten die indonesischen Behörden ein Ausreiseverbot gegen ihn.

swissinfo und Agenturen

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