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In Wimmis wird das "nationale Gedächtnis" gerettet

Ein Wagen mit alten Dokumenten auf dem Weg in die Behandlungskammer der Papier-Entsäuerungsanlage. Keystone

80 Prozent der Bestände des Schweizerischen Bundesarchivs (BAR) und der Schweizerischen Landesbibliothek (SLB) sind vom Zerfall bedroht. Grund: Das Papier enthält zu viel Säure. Abhilfe schafft eine neue Papier-Entsäuerungsanlage in Wimmis (BE).

Dieser Inhalt wurde am 01. September 2000 - 08:55 publiziert

"Teile unseres nationalen Gedächtnisses" drohen verloren zu gehen, erklärten Vertreter des Bundesamtes für Kultur und des Schweizerischen Bundesarchivs anlässlich der offiziellen Eröffnung der Papier-Entsäuerungsanlage am Donnerstag (31.08) in Wimmis.

In den vergangenen 30 Jahren wurde klar, dass dem säurebedingten Papierzerfall nicht mehr mit Einzelrestaurierung begegnet werden kann. 1990 haben sich Bundesarchiv und Landesbibliothek zusammengeschlossen, um eine gemeinsame Lösung einer "massenhaften Entsäuerung von Papier" zu suchen. Mit dem sogenannten "Papersave"-Verfahren der Firma Battelle Ingenieurtechnik GmbH wurde in der Folge eine geeignete Lösung gefunden.

1998 haben die eidgenössischen Räte für den Bau der "weltweit modernsten" Papier-Entsäuerungsanlage einen Kredit von 13,5 Mio. Franken sowie einen von 10 Mio. Franken für die Beanspruchung der Entsäuerungsanlage durch das Bundesarchiv und die Landesbibiliothek für die nächsten fünf Jahre bewilligt.

Die von der privaten Firma Nitrochemie Wimmis AG betriebene Anlage kann jährlich 120 Tonnen Papier behandeln (entsäuern). 80 Tonnen werden von Bundesarchiv und Landesbibliothek "geliefert".

Das Verfahren verlängert die Benutzbarkeit der Bücher und Dokumente um mindestens 150 Jahre.

swissinfo und Agenturen

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