Navigation

Importsperre ausweiten

Der Schweizer Bauernverband fordert strengere Importsperren für Pouletfleisch aus China. Keystone

Der Schweizerische Bauernverband (SBV) hat eine Ausweitung von Importsperren für Lebensmittel tierischen Ursprungs aus China gefordert.

Dieser Inhalt wurde am 25. Februar 2002 - 14:21 publiziert

Weiter verlangt der SBV von den zuständigen Behörden, dass Inspektions-Ergebnisse ausländischer Betriebe künftig unverzüglich veröffentlicht werden.

In einem Schreiben an die Bundesämter für Veterinärwesen und Gesundheit verlangte der SBV ein entschiedeneres Vorgehen bei Lebensmittelkontrollen im Ausland.

Die im vergangenen Herbst gegen zwei chinesische Betriebe verhängten Liefersperren sollten auf die von der EU kontrollierten und beanstandeten Betriebe ausgedehnt werden. "Wir fordern eine Angleichung an die von der EU-Kommission getroffene Einfuhrsperre", sagte SBV-Sprecher Roland Furrer.

Das, laut SBV, "zögerliche Verhalten" der Behörden sei unverständlich. Dem SBV gehe es um den Schutz der Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten, heisst es in der Mitteilung. Ausserdem gelte es, weitere Lebensmittelskandale zu verhindern, da diese auch die Inlandproduktion beeinträchtigten.

Der SBV forderte die Bundesämter für Veterinärwesen und Gesundheit ausserdem auf, künftig Ergebnisse von Ausland-Inspektionen systematisch und unverzüglich bekannt zu geben. Er kritisierte, dass die Behörden die Liefersperren für die beiden chinesischen Betriebe nicht von sich aus kommuniziert hatten.

Nach dem Fund potenziell gefährlicher Rückstände in Garnelen, Kaninchenfleisch und Geflügel hatte sich der Veterinärausschuss der Europäischen Union(EU) zu Beginn dieses Jahres für ein Importverbot ausgesprochen.

Die Schweiz verzichtete im Gegensatz zur EU vorerst auf ein Einfuhrverbot. Die Behörden kündigten aber schärfere Kontrollen an. Der Grossverteiler Coop strich am vergangenen Freitag Pouletfleisch aus China aus seinem Sortiment, nachdem überhöhte Antibiotika-Werte in chinesischem Pouletfleisch festgestellt worden war.

swissinfo und Agenturen

Artikel in dieser Story

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Diskutieren Sie mit!

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?