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Im Zeichen der Versöhnung

Ein Zigeunerjunge steht in Ljubija, einer Stadt der Republik Srbska von Bosnien-Herzegowina, vor seiner provisorischen Unterkunft. Keystone

Bestrebungen zur Versöhnung in Bosnien-Herzegowina und der Wiederaufbau sind die Schwerpunkte eines Vierjahres-Programms der DEZA und des seco.

Dieser Inhalt wurde am 02. März 2002 - 11:20 publiziert

Vor zehn Jahren, am 1. März 1992, wurde Bosnien unabhängig. Eine enorme Entwicklung in der Region war in den letzten beiden Jahren feststellbar, wie Maja Loncarevic, Programm-Verantwortliche für Bosnien- Herzegowina bei der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), mitteilte. Diese erleide jedoch wegen politischer Ereignisse und unbeweglicher Strukturen oft Rückschläge.

Funktionierender Markt

Ziel des bis 2003 dauernden DEZA-Programms ist es, mit den 50 Mio. Franken einen Beitrag zu einer funktionierenden, sozialen Marktwirschaft zu leisten. Über den Betrag hatte das Parlament 1999 entschieden.

Die Schweizer Hilfe setzt bei der Förderung des Privatsektors - insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen - an. Ferner werden Verbesserungen in der Infrastruktur, in der Wasserversorgung und im Gesundheits- und Sozialbereich vorgenommen. Die Schweiz unterstützt auch Demokratisierungs-Prozesse in staatlichen Institutionen und zivilen Organisationen.

Armut weitet sich aus

Die Armut weite sich derzeit enorm aus, sagt Loncarevic. Die ökonomische Ausgangslage sei nach wie vor schlecht, was eine Rückkehr zur Normalität verunmögliche. Gerade sozial Benachteiligte hätten unter dieser Situation zu leiden.

Während des Bosnien-Kriegs leistete die Schweiz vor allem humanitäre und Flüchtlingshilfe. So nahm sie rund 18'000 bosnische Kriegsflüchtlinge auf. Nach dem Dayton-Friedensabkommen von 1995 floss die meiste Unterstützung - bis 1998 waren es 220 Mio. Franken - in den Wiederaufbau.

Zahlreiche Asylgesuche werden nach wie vor von Menschen aus Bosnien-Herzegowina an die Schweiz gestellt. In der Asylstatistik 2001 sind sie an dritter Stelle aufgeführt.

Zwischen Juli 1996 und Dezember 2000 standen überdies 420 Schweizer Gelbmützen in Bosnien-Herzegowina für die Friedensmission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) im Einsatz. Dabei handelte es sich um unbewaffnete Freiwillige der Schweizer Armee.

Schwache Wirtschaftsbeziehungen

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern sind wegen der angeschlagenen Volkswirtschaft Bosniens schwach. Die Schweiz exportierte nach Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft (seco) im Jahr 2001 für 28,7 Mio. Franken Güter nach Bosnien-Herzegowina, importierte aber lediglich für 3,8 Mio. Franken.

Hingegen sind die politischen Kontakte zwischen der Schweiz und Bosnien-Herzegowina seit der Anerkennung durch die Schweiz am 8. April 1992 intensiv. Allein 1996, während der Schweizer OSZE-Präsidentschaft, hatte der damalige Aussenminster Flavio Cotti acht Mal Sarajevo besucht.

swissinfo und Agenturen

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