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Im Visier der Cyberkriminellen

Ein Phishing-Mail, das einen Postfinance-Kunden zur Preisgabe persönlicher Zugangsdaten verleiten soll. Keystone

Die Schweiz gerät vermehrt in den Fokus international operierender Cyberkriminellen. Sie versuchen, an vertrauliche Daten zu gelangen. Erstmals kam es zu Wirtschafts-Spionage.

Dieser Inhalt wurde am 16. November 2006 - 14:25 publiziert

In ihrem jüngsten Halbjahres-Bericht sieht die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (MELANI) eine Zunahme dieser Tendenz.

In der Schweiz gibt es immer mehr Phishing-E-Mails. Zudem wurden im ersten Halbjahr 2006 erstmals nicht mehr nur Phishing-Mails auf Englisch, sondern auch auf Deutsch verschickt, um Kunden von Schweizer Banken zu täuschen.

Mit solchen Phishing-Mails versuchen Betrüger, an vertrauliche Daten wie Passwörter und Zahlenkombinationen von Internet-Benutzern zu gelangen. Dabei werden Informationen mit Hilfe von E-Mails mit gefälschten Absendern und mit präparierten Webseiten ausgespäht.

Das geht aus dem dritten Halbjahresberichts der Melde- und Analysestelle Informationssicherung (MELANI) im Bundesamt für Polizei (fedpol) hervor, der am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Von den ausländischen Phishern würden neuerdings in der Schweiz auch gezielt Helfer, so genannte Finanzagenten, gesucht, die ergaunerte Gelder ins Ausland transferieren.

Erstmals Wirtschafts-Spionage

Generell gerate die Schweiz immer mehr ins Visier international operierender Cyberkrimineller. Erstmals wurden auch Fälle von Wirtschaftsspionage mit Mitteln der Informations-Technologie auf Schweizer Unternehmen beobachtet.

Die Angriffe kamen aus dem ostasiatischen Raum. Als "Einstieg" in die Unternehmen nutzten die Angreifer vermehrt Sicherheitslücken in den verschiedenen Applikationen, beispielsweise in Programmen für die Textverarbeitung oder in Antiviren-Programmen.

Betroffen waren vor allem Firmen, die mit Regierungsaufträgen betraut sind, oder die Rüstungsindustrie. Grundsätzlich drohe Gefahr aber auch für Unternehmen, die einen Vorsprung an Know-how aufwiesen oder geschäftlich im Fernen Osten tätig seien, heisst es im Bericht weiter.

swissinfo und Agenturen

MELANI

Die vom Bund initiierte Melde- und Analysestelle Informationssicherung (MELANI) ist seit 2004 operationell.

Sie befindet sich im Finanzdepartements (EJPD) und wird vom Bundesamt für Polizei (fedpol) und vom Swiss Education & Research Network (SWITCH) geführt.

Im Inland aktiv offeriert MELANI der Öffentlichkeit und kleineren Unternehmen Informationen über die Risiken der Info- und Kommunikations-Theologien.

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