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Hayeks Vision eines ökologischen Autos

Nicolas Hayek kommt der Verwirklichung seines Traums einen Schritt näher. Keystone

Uhrenkönig Nicolas Hayek will umweltfreundliche Autos durchstarten lassen. Sein Konzern Swatch und weitere Beteiligte gründen eine Firma für erneuerbare Energie.

Dieser Inhalt wurde am 29. August 2007 - 13:28 publiziert

Die Technologie ist nicht neu. Sie zuverlässiger und günstiger herzustellen, ist die Herausforderung der Stunde.

Zweck sei die Produktion von Systemen, die Strom aus einer Brennstoffzelle gewinnen, teilten Swatch und das Westschweizer Stromunternehmen Groupe E am Mittwoch mit.

Die Brennstoffzellen sollten so verkleinert werden, dass sie auch in Autos und Häusern verwendet werden könnten, sagte Swatch-Sprecherin Béatrice Howald.

Hayeks privates Unternehmen Hayek Engineering und Swatch würden an dem Gemeinschaftsunternehmen die Mehrheit von 51% halten. Die restlichen Anteile verteilten sich auf die Groupe E, eine grosse internationale Bank, die eidgenössischen Hochschulen und andere interessierte Gruppen.

Die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens solle in den nächsten zwei Monaten erfolgen, sagte Groupe-E-Generaldirektor Philippe Virdis. Zuvor seien noch juristische Einzelheiten zu klären. Sitz und Name der Firma seien noch nicht bestimmt.

Ökologisch interessant

Bis im nächsten Jahr wolle man Pilotanlagen entwickelt haben. "Wir haben die Absicht, die neuen Entwicklungen in drei bis fünf Jahren auf den Markt zu bringen. Es könnte aber auch schneller gehen", sagte Virdis. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte das Unternehmen auch an die Börse gehen.

Eine Wasserstoff-Sauerstoff-Brennstoffzelle erscheint vielen Experten ökologisch besonders interessant. Wasserstoff kann durch Einsatz erneuerbarer Energien gewonnen werden, während der Sauerstoff aus der Erdatmosphäre kommt.

Wird Solarstrom für die Gewinnung von Wasserstoff genutzt, wäre dies CO2-emissionsfrei und somit klimaneutral.

Hayeks alter Traum

Die Vision vom Bau eines umweltfreundlichen Hybrid-Autos, das sowohl über einen Elektro- wie auch einen Verbrennungsmotor verfügt, hatte Hayek bereits Ende der 90er-Jahre bei der Lancierung des Smart.

Neben dem normalen Kleinwagen sollte der Autohersteller Mercedes nach dem Willen Hayeks auch ein ökologisches Auto bauen.

Soweit kam es aber nie: Im Smart-Modell sei aus Platzgründen der Einbau eines Hybrid-Motors nicht möglich, begründete Mercedes den Verzicht. 1998 stieg der Swatch-Konzern aus der Produktion des Mini-Autos aus und verkaufte seinen Anteil an die Smart-Herstellerin MCC.

swissinfo und Agenturen

Ein Motor, der Wasser produziert

Die Technologie der Stromerzeugung mit Brennstoffzellen existiert seit einigen Jahrzehnten.

Ende der fünfziger Jahre wurde ein Traktor gebaut, der mit diesem Prinzip funktionierte.

Diese Technologie ermöglicht die Stromerzeugung mittels eines Gemischs von Wasserstoff und Sauerstoff.

Ein Motor, der mit Brennstoffzellen betrieben wird, ist sauber, da er nur Wasserdampf produziert.

Das Problem im Umgang mit Wasserstoff ist besonders die Produktion und Lagerung. Wasserstoff existiert in grossen Mengen, aber vor allem gebunden mit Sauerstoff (Wasser H2O).

Um diese beiden Elemente zu trennen, braucht es viel Energie. Heute wird Wasserstoff fast ausschliesslich durch die Verbrennung von Benzin, Kohle oder Gas gewonnen.

Swatch und Groupe E sind nicht die einzigen, die Brennstoffzellen voranbringen wollen. Mehrere Automobilfirmen forschen seit zum Teil 20 Jahren an Autos, deren Elektromotor durch eine Brennstoffzelle gespeist wird. Die technischen Hürden sind aber noch hoch.

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