Navigation

Grenzen der Geldpolitik

Die BIZ-Experten gingen im Jahresbericht auch der Frage nach, wann es an der Zeit sei, die Geldpolitik wieder zu straffen.

Dieser Inhalt wurde am 08. Juli 2002 - 17:58 publiziert

Dabei sollte nicht allein die Inflation eine Rolle spielen. Es könne für eine Notenbank auch darum gehen, mittels höherer Zinsen eine Konjunktur-Blase zu verhindern oder frühzeitig abzubauen.

Doch es sei schwierig, Zinserhöhungen zu beschliessen, wenn kein sichtbarer Inflationsdruck vorhanden sei, so die BIZ.

Offene Fragen

"Interessante Fragen" ergeben sich laut BIZ auch beim Problem, wie die Geldpolitik gelockert werden kann, wenn sich das Wirtschaftswachstum bei bereits niedriger Inflation abschwächt.

In einem solchen Fall bestehe Deflationsgefahr mit steigenden Realzinsen. Dies würde in Volkswirtschaften mit hohen Schuldenständen die Abschwung-Probleme und die Deflation selbst wiederum markant verschärfen.

Unter diesen Umständen müssten fiskalpolitische Massnahmen verstärkt in Betracht gezogen werden. "Wenn die Geldpolitik zunehmend an ihre Grenzen stiesse, könnte der Fiskalpolitik dennoch eine wichtige Rolle zukommen", so der Bericht. Doch die hohen Staatsdefizite früherer Jahre erinnerten daran, dass auch mit diesem Konzept Gefahren verbunden seien.

swissinfo und Agenturen

Artikel in dieser Story

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Diskutieren Sie mit!

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?