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Gestiegene Preise für Erdölprodukte treiben Inflation in die Höhe

Rund drei Viertel des Indexanstiegs sind auf die teureren Erdölprodukte zurückzuführen. Keystone

Im Juni belief sich die Jahresteuerung auf 1,9 Prozent. Einen so hohen Wert hatte das Bundesamt für Statistik (BFS) letztmals im Dezember 1995 festgestellt. Für den Inflationsanstieg sind vor allem die gestiegenen Erdölpreise verantwortlich.

Dieser Inhalt wurde am 05. Juli 2000 - 09:09 publiziert

Der vom BFS erstmals nach den neuen Grundlagen berechnete Landesindex der Konsumentenpreise verzeichnete im Juni 2000 einen Anstieg um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 100,4 Punkten (Mai 2000 = 100). Rund drei Viertel des Indexanstiegs sind auf Preiserhöhungen bei den Erdölprodukten zurückzuführen.

Innert Jahresfrist betrug die Teuerung 1,9 Prozent, verglichen mit Jahresraten von 1,6 Prozent im Mai 2000 und von 0,6 Prozent im Juni 1999. Ohne Heizöl und Benzin würde der Index im Juni 2000 lediglich um 0,1 Prozent ansteigen und die Jahresteuerung 0,7 Prozent betragen.

Markante Preiserhöhungen für Benzin

Die Zunahme des Landesindexes im Juni 2000 führt das BFS zu gut der Hälfte auf die markanten Preiserhöhungen für Benzin zurück.

Über dem Stand der Vorerhebung lagen auch die Indizes für alkoholische Getränke und Tabak ( plus 1,4 Prozent), für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (plus 0,6 Prozent), für Wohnen und Energie (plus 0,2 Prozent) sowie für Hausrat und laufende Haushaltführung (plus 0,2 Prozent), während jener für Freizeit und Kultur praktisch stabil blieb.

Leicht rückläufig war hingegen der Index für Nachrichtenübermittlung (minus 0,1 Prozent). In den übrigen fünf Bedarfsgruppen fanden im Berichtsmonat keine Preiserhebungen statt.

Höhere Teuerung bei Importgütern

Wie das BFS weiter mitteilte, erhöhte sich das Preisniveau nach Herkunft im Vergleich zum Vormonat bei den Inlandgütern um 0,1 Prozent und bei den Importgütern, bedingt durch die höheren Preise für Erdölprodukte, um 1,2 Prozent.

Innert Jahresfrist verzeichneten die Inlandgüter eine durchschnittliche Preissteigerung um 0,7 Prozent, die Importprodukte eine solche um 5,3 Prozent.

swissinfo und Agenturen

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