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Schweizer setzten im Lotto 2,8 Mrd. aufs Spiel

In der Schweiz grassiert das Lotto-Fieber: Für Lotterien und Wetten hat die Bevölkerung letztes Jahr über 2,8 Mrd. Franken ausgegeben - kaum weniger als im Rekordjahr 2008. Dies teilte das Bundesamt für Justiz mit.

Dieser Inhalt wurde am 29. Juli 2010 - 13:20 publiziert

Der Lotterie- und Wettmarkt wächst seit Jahrzehnten, in den letzten Jahren ist er geradezu explodiert: Innerhalb von zehn Jahren haben sich die Einsätze von 1,38 auf 2,83 Mrd. Fr. verdoppelt. Hinzu kommen die Milliarden, die jedes Jahr in den Schweizer Casinos aufs Spiel gesetzt werden.

Für Lotto und Wetten hatte die Schweizer Bevölkerung letztes Jahr pro Kopf 364 Fr. eingesetzt. Und wer wagt, gewinnt auch: Rund zwei Drittel der Einsätze, nämlich 1,93 Mrd. Fr., wurden als Gewinn den Spielern ausbezahlt.

Vom Bruttospielertrag flossen 545 Mio. Fr. kantonale Lotterie- und Sportfonds sowie an verschiedene Sportdachverbände. Während die Abgaben der Casinos vor allem in die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) fliessen, leisten die Lotterien damit einen wichtigen Beitrag zur Sport- und Kulturförderung in den Kantonen.

Der mit Abstand erfolgreichste Lotto-Modus ist das umstrittene Tactilo der Loterie Romande. An den rund 700 Automaten in Westschweizer Restaurants und Kiosken wird gut eine Milliarde Franken gewagt, etwa ein Drittel der gesamten Einsätze.

Ein Grund für die Beliebtheit sind die hohen Gewinnchancen und die Spielversessenheit der Romands: Der Umsatz der Loterie Romande liegt mit 1,67 Mrd. Fr. rund ein Drittel über jenem von Swisslos.

Schweizweit erzielt Euro Millions inzwischen einen Ertrag von 453 Mio. Fr., gefolgt vom Schweizer Zahlenlotto mit 392 Mio.. Zusammen kommen die Spiele von Swiss Lotto - Zahlenlotto, Swiss Lotto Plus, Joker und Extra-Joker - auf einen Umsatz von 547 Mio. Fr..

Am meisten zu gewinnen gab es im Schweizer Zahlenlotto: Ein Glückspilz hatte im September letzten Jahres 19,1 Mio. Fr. gewonnen. Im März dieses Jahres ist bereits ein Jackpot von 35,8 Mio. Fr. geknackt worden.

swissinfo.ch und Agenturen

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