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Fusion von Alcan und algroup vollzogen

Martin Ebner: Bei Alcan der grösste Einzelaktionär der ehemaligen algroup-Aktionäre. Keystone

Der Zusammenschluss des Schweizer Aluminiumkonzerns algroup mit der kanadischen Alcan ist vollzogen. Der Aktienumtausch wurde abgeschlossen, wie Alcan am Mittwoch (18.10.) mitteilte.

Dieser Inhalt wurde am 18. Oktober 2000 - 15:18 publiziert

Durch die Fusion entsteht der weltweit zweitgrösste Aluminium- und Verpackungskonzern.

An der neuen Alcan halten die früheren algroup-Aktionäre rund 34 Prozent. Grösster Einzelaktionär ist der Schwyzer Bankier Martin Ebner und seine BZ-Gruppe mit einem Anteil von rund zehn Prozent.

An der Schweizer Börse wird nun die Dekotierung der algroup-Aktien beantragt, sagte ein Firmensprecher. Ein Termin sei noch nicht festgesetzt, es sei aber damit zu rechnen, dass der Handel noch vor Jahresende
eingestellt werde.

Alcan ist ein führendes Unternehmen in der Aluminium- und Verpackungsindustrie mit mehr als 53'000 Beschäftigten in insgesamt 37 Ländern und einem Umsatz von 12,4 Mrd. Dollar, rund 22 Mrd. Franken.

Die alte Alcan zählte rund 30'000 Angestellte, die algroup beschäftigte 23'000 Leute. Künftig wird das Unternehmen führend in der Herstellung von Primäraluminium und Walzprodukten, bei der Zulieferung an die Auto- und Massentransport-Industrie sowie an die Nahrungsmittel-, Körperpflege- und Pharmaindustrie sein.

Ursprünglich planten die beiden Unternehmen mit dem französischen Pechiney-Konzern eine Dreierfusion. Massive Einwände der EU-Wettbewerbsbehörde brachten das Vorhaben im vergangenen April zum scheitern. Chef des neuen Konzerns wird Alcan-Präsident und -Konzernchef Jacques Bougie. Im Verwaltungsrat nehmen Ebner, algroup-Konzernchef Sergio Marchionne, der ehemalige Geschäftsleiter von Alusuisse Wallis, Willi Kerth, sowie Nestle-Konzernleitungsmitglied Rupert Gasser Einsitz.

swissinfo und Agenturen

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