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Frühlingserwachen auf dem Arbeitsmarkt

Gemäss Manpower entwickelt sich der Arbeitsmarkt positiv. Keystone

Der Aufschwung der Schweizer Wirtschaft erfasst laut einer Umfrage der Stellenvermittlungs-Firma Manpower nun auch den Arbeitsmarkt.

Dieser Inhalt wurde am 14. März 2006 - 21:48 publiziert

Im zweiten Quartal 2006 sollten in der Schweiz netto 9% mehr Jobs vorhanden sein.

Von den 751 befragten Arbeitgebern rechneten 14% mit mehr Beschäftigten in ihrem Unternehmen, teilte der Stellenvermittlungs-Konzern Manpower am Dienstag in seinem vierteljährlich erhobenen Arbeitsmarktbarometer mit. Dagegen erwarteten 5% eine Abnahme der Arbeitsplätze.

Daraus ergibt sich eine leicht positive Netto-Arbeitsmarktprognose von 9%. 74% der Befragten gehen von einem gleich bleibenden Personalbestand in ihrer Firma aus.

Für das erste Quartal 2006 rechnete die Studie mit einer Netto-Arbeitsmarktprognose von lediglich 2%. Diese Kennziffer errechnet sich aus der Differenz zwischen Arbeitgebern, die eine Zunahme der Beschäftigungszahl in ihrem Unternehmen erwarten und Arbeitgebern, die von einer Abnahme der Beschäftigungszahl ausgehen.

Positiv in allen Regionen

Zum ersten Mal erzielen alle sieben Schweizer Regionen positive Ergebnisse: Die höchsten Netto-Arbeitsmarktprognosen werden in der Zentralschweiz (+20%) und im Tessin (+17%) verzeichnet. Am zurückhaltendsten äussern sich die befragten Arbeitgeber in der Ostschweiz (+1%).

Auch bei den Wirtschaftssektoren sind die Prognosen für das kommende Quartal durchwegs positiv. An der Spitze liegt das Baugewerbe mit dem bislang besten Ergebnis, das in einem Wirtschaftssektor gemessen wurde (+24%).

Ebenfalls sehr hohe Werte verzeichnen das Banken- und Versicherungswesen, Immobilien und Dienstleistungen (+18%), Energie- und Wasserversorgung (+17%) und Verkehr und Nachrichtenwesen (+12%).

Nachdem das Gastgewerbe im ersten Quartal 2006 das schlechteste Ergebnis von allen Wirtschaftssektoren verzeichnete (-19%), rechnen die befragten Arbeitgeber für das zweite Quartal nun mit einer Zunahme (+1%).

Internationaler Vergleich

In zehn der zwölf europäischen Länder, die an der Studie teilnehmen, konnte im Vergleich zum ersten Quartal 2006 ein Anstieg verzeichnet werden.

Im Jahresvergleich weisen sieben Länder einen Positivtrend aus. Spanien (+17%), die Schweiz (+9%), die Niederlande (+7%) und Deutschland (+5%) haben die höchsten Netto-Arbeitsmarktprognosen seit Einführung der Umfragen in diesen Ländern erreicht.

Die höchsten Netto-Arbeitsmarktprognosen für das zweite Quartal weisen weltweit in Japan (+43%) und Indien mit +40% auf.

Vierteljährlich

Der Manpower-Arbeitsmarktbarometer wird vierteljährlich durchgeführt und misst die Erwartungshaltung von Arbeitgebern zur Beschäftigungslage für das jeweils folgende Quartal.

Unter dem Namen Manpower Employment Outlook Survey wird die Studie seit 40 Jahren durchgeführt und ist ein international anerkannter Indikator für die künftige Arbeitsmarktentwicklung.

Für die Studie werden pro Quartal mehr als 45'000 private und öffentliche Arbeitgeber in 24 Ländern und Hoheitsgebieten zu ihren Beschäftigungsaussichten befragt.

Die Ergebnisse werden anschliessend nach Wirtschaftssektoren und Regionen aufgeschlüsselt.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Die Studie von Manpower sieht für das 2. Quartal 2006 in 10 von 12 europäischen Ländern eine Verbesserung der Arbeitsmarktsituation.

In Spanien sollen 12% mehr Jobs entstehen, in der Schweiz 9% und in Italien 1%.

Weltweit an der Spitze steht Japan mit +43% Stellen, gefolgt von Indien mit +40%.

Für die Studie werden mehr als 45'000 private und öffentliche Arbeitgeber in 24 Ländern befragt.

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Fakten

In der Schweiz wurden 751 Arbeitgeber zu ihren Beschäftigungs-Aussichten für das 2. Quartal 06 befragt.
14% wollen mehr Jobs schaffen.
5% sehen einen Rückgang der Beschäftigung; 74% sehen keine Veränderung.
Am meisten Jobs sollen in der Zentralschweiz und im Tessin entstehen.

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