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Freie Bahn für Käse

Der 'Einheimische' bekommt zunehmend Konkurrenz. Keystone Archive

Die Schweiz öffnet sich dem freien Käsemarkt mit der Europäischen Union: Insgesamt 12'000 Tonnen Käse können während einem Jahr zollfrei importiert werden.

Dieser Inhalt wurde am 31. Mai 2002 - 16:40 publiziert

Mit Inkrafttreten der Bilateralen Verträge am Samstag öffnet die Schweiz ihre Grenzen für Käse aus der Europäischen Union (EU): Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat vorerst einmal die erste Halbjahresmenge der fünf verschiedenen Käsekontingente an Importeure versteigert. Die Versteigerung brachte dem Bund 2,9 Mio. Franken in die Kasse.

Schritt um Schritt in Richtung Freihandel

"Mit dem Import von zollfreiem Käse aus der EU wird der Wettbewerb für einheimischen Käse zunehmen", sagte Katja Hinterberger, wissenschaftliche Mitarbeiterin des BLW, auf Anfrage. Doch werde den einheimischen Käsehändlern eine Übergangsfrist eingeräumt, bevor die Zollschranken mit der EU ganz fielen.

"Wir gehen schrittweise in den freien Handel", erklärte Hinterberger. Die zollfreien Importkontingente würden über 5 Jahre hinweg schrittweise um 2500 Tonnen pro Jahr erhöht. "Dann kann die EU ihren Käse frei in die Schweiz und die Schweiz ihre Produkte frei in die EU exportieren."

Bei der Versteigerung der ersten Kontingente gingen die Kontingentsmengen für Mozarella, Frisch- und Weichkäse sowie für die Halbhart- und Hartkäse gemäss BLW fast wie warme Semmeln weg. Weniger gross sei das Interesse bei den anderen zwei Importkontingenten gewesen: dem übrigen Halbhartkäse und dem italienischen Käse Provolone.

Nächste Versteigerung Anfang September

Eine zweite Versteigerung findet Anfang September statt, wo die zweite Halbjahresmenge sowie diejenigen Kontingentsmengen unter den Hammer kommen, welche in der ersten Runde noch nicht verkauft wurden.

swissinfo und Agenturen

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