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Facebook-Gründer Zuckerberg populär bei Google+

Dieser Inhalt wurde am 06. Juli 2011 - 12:14 publiziert

BERLIN (awp international) - Der bisher populärste Nutzer von Googles neuem Online-Netzwerk Google + ist ausgerechnet der Gründer des grossen Rivalen Facebook, Mark Zuckerberg. Obwohl Zuckerberg noch keine Nachrichten oder Bilder bei Google+ eingestellt hat, abonnierten bis Mittwoch mehr als 40.000 Nutzer sein Profil, wie der Auswertungsdienst Socialstatistics aus Google-Daten ermittelte. Auf Zuckerberg folgen die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin.
Google hatte seinen Facebook-Rivalen vor einer Woche gestartet und bisher nur einem relativ kleinen Kreis von Mitarbeitern, Experten, IT-Journalisten und bekannten Personen aus der Internet-Branche geöffnet. Die Abwesenheit des breiten Publikums dürfte auch erklären, warum nicht etwa ein Popstar wie Lady Gaga die aktuellen Popularitäts-Charts anführt.
Bei Google+ kann man seine Kontakte gleich von Anfang an in unterschiedliche "Kreise" ("Circles") einsortieren. Das Konzept von Facebook ist hingegen, dass Nutzer untereinander allgemein "Freunde" werden, auch wenn man später mit der Bündelung in Gruppen regeln kann, wer was sieht. Facebook hat inzwischen rund 700 Millionen Nutzer. Ob es Google gelingt, gegen diese Übermacht bei Sozialen Netzwerken noch einen Fuss in die Tür zu kriegen, ist aktuell eine der spannendsten Fragen in der Internet-Branche.
Google ist die unangefochtene Nummer eins bei der Internet-Suche. Sein Geld verdient der Internet-Konzern nach wie vor hauptsächlich mit Anzeigen im Umfeld von Suchanfragen. Die Grösse von Facebook wird für Google zum Problem: Die Zeit, die Nutzer beim Online-Netzwerk verbringen, und die Daten, die in der Facebook-Welt bleiben, könnten dem Internet-Riesen auf Dauer fehlen. Schon seit Monaten streiten die beiden Unternehmen über den Zugang zu Nutzer-Informationen. Für Mittwochabend hat Facebook wichtige Neuerungen angekündigt, die die Rivalität noch verschärfen könnten.
Anfangs gab es Zweifel, ob tatsächlich der echte Mark Zuckerberg ein Profil bei Googles Konkurrenzdienst eingerichtet hat. Der bekannte Technologie-Blogger Robert Scoble berichtete aber schliesslich, Zuckerberg habe ihm dies per Kurznachricht bestätigt. "Warum sind Leute so überrascht, dass ich ein Google-Konto habe?", schrieb er demnach.
Page und Brin waren im Gegensatz zu Zuckerberg bereits sehr aktiv bei Google+ und luden unter anderem zahlreiche Fotos hoch. Den aktuellen Konzernchef Page nahmen laut Socialstatistics bisher mehr als 28 000 Nutzer in ihre "Kreise" auf, Brin über 22 000./so/DP/nmu

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