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Expo.02 mit einem Budget von 1,4 Milliarden Franken machbar

Die Expo.02 ist mit einem Budget von 1,4 Milliarden Franken durchführbar. Gegenüber dem ursprünglichen Projekt sollen laut Steuerungskomitee 357 Millionen Franken eingespart werden. Verlangt wird eine Defizitgarantie von 320 Millionen Franken.

Dieser Inhalt wurde am 21. Januar 2000 - 15:10 publiziert

Die Expo.02 ist mit einem Budget von 1,4 Milliarden Franken durchführbar. Gegenüber dem ursprünglichen Projekt sollen laut Steuerungskomitee 357 Millionen Franken eingespart werden. Verlangt wird eine Defizitgarantie von 320 Millionen Franken.

Anfang Februar benötigt die Expo.02 das grüne Licht des Bundesrats. Laut Mitteilung des Steuerungskomitees vom Freitag (21.01.) beantragen die Expo-Verantwortlichen dem Bundesrat, im Jahr 2002 eine Landesausstellung in der Drei-Seen-Region auf vier festen und einer mobilen Arteplages (Bild) mit einem Budget von 1,4 Milliarden Franken durchzuführen. Gegenüber dem ursprünglichen Projekt werden 357 Millionen Franken eingespart.

Bis Ende Januar hat die Wirtschaft laut Mitteilung Unterstützung in der Höhe von 289 Millionen Franken zugesichert. Über weitere namhafte Beiträge werde verhandelt. Da die Expo.02 nicht wie ein konventionelles Unternehmen über Eigenkapital verfügt, braucht sie zur Deckung von Risiken eine Defizitgarantie über 320 Millionen Franken. Um die Landesausstellung zeitgerecht realisieren zu können, benötigt die Expo.02 zudem das grüne Licht des Bundesrats; es soll Anfang Februar gegeben werden.

"Wir sind überzeugt, dass dank dieser Bemühungen der Glaube an das Projekt und das nötige Vertrauen wiederkehren wird", schreibt Franz Steinegger, Präsident des Steuerungskomitees. Das Projekt Expo.02 sei aussergewöhnlich, komplex und von hochstehender Qualität. Mit vereinten Kräfte werde es gelingen, eine attraktive Landesausstellung von bleibender Erinnerung zu verwirklichen.

Reaktionen vorwiegend positiv

Bundesratsparteien und Wirtschaft haben mehrheitlich positiv auf den Machbarkeitsbericht für eine Expo.02 reagiert. An der Defizitgarantie von 320 Millionen Franken scheiden sich jedoch die Geister. Am wenigsten Kredit geniesst das Projekt weiterhin bei der SVP, aber auch die CVP verlangt eine "klarere Ausgangslage". Ein realistisches und stabiles Budget für die Expo.02 liege nun vor, die Realisierung könne eingeleitet werden, kommentiert die FDP die Arbeit des Ausschusses unter Leitung von Franz Steinegger. Die Partei will die Defizitgarantie bewilligen und fordert Bundesrat und Parlament auf, die Chance jetzt zu nutzen. Positiv fällt die Bilanz auch in einer Mitteilung der SP aus, wo von einer soliden Basis der Landesausstellung die Rede ist. Die Defizitgarantie müsse der Bundesrat nun rasch sprechen und auf 50 Millionen Franken Mehrwertsteuereinnahmen verzichten.

Erleichterung und Zufriedenheit herrschen in den verschiedenen Standortstädten und -kantonen der Expo.02. Alle sind froh, dass ihre Arteplages erhalten bleiben sollen. Ein Fragezeichen wird hinter die Defizitgarantie gesetzt.

SRI und Agenturen

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