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Expo.02 in Finanznöten

Expo-Präsident Franz Steinegger hat immer noch Finanzsorgen. Keystone

Das Comité directeur der Schweizerischen Landesausstellung Expo.02 hat sich überlegt, wie es rund 70 Mio. Franken sparen kann, um die Finanzen in den Griff zu bekommen. Über die Massnahmen will das Comité innerhalb der nächsten drei Wochen entscheiden.

Dieser Inhalt wurde am 29. September 2001 - 18:36 publiziert

"Wir haben ein Massnahmen-Paket vorgestellt, aber noch nichts beschlossen. Es geht um rund 70 Millionen Franken, die wir zu sparen versuchen", sagte Expo-Präsident Franz Steinegger nach der Tagung des Comité directeur am Samstag.

Es mache ihm keine Sorgen, dass das Ausgabenbudget für die Ausstellungs-Projekte um 40 Mio. Franken überzogen worden sei. "Bei einem Gesamtbudget von 1,4 Mrd. Franken liegen wir im Streubereich von 5%. Damit stehen wir gut da", sagte Steinegger.

Problem Sponsoring

Man wolle dennoch sparen, denn es sei klar, dass es auf der Einnahmenseite, vorab beim Sponsoring, angesichts der schlechteren Konjunktur nicht viel mehr zu holen gebe. Es sei am Samstag darum gegangen, 200 Tage vor der Eröffnung zu schauen, wie man die Balance zwischen Produkten, Kosten und Terminen wieder herstellen könne.

Steinegger betonte, dass die Liquidität momentan sichergestellt sei. "Wir wollen jetzt aber abschätzen, ob sie während der Expo zum Problem wird." Das Comité directeur werde in den nächsten drei Wochen laufend Entscheidungen treffen, falls dies notwendig werde.

Nationalrat will Kosten-Transparenz

Der Nationalrat hatte am Donnerstag eine Motion von Alexander Baumann (SVP/TG) gutgeheissen, die mehr Transparenz bei den Expo-Kosten verlangt. Zur Diskussion gelangten zudem vier Interpellationen mit ähnlicher Ausrichtung.

Bundesrat Pascal Couchepin versicherte jedoch, die Expo.02 sei auf Kurs. Man werde alles daran setzen, den Plafond von 1,4 Mrd. Franken einzuhalten, erklärte er. Der Beitrag der öffentlichen Hand betrage insgesamt 860 Mio. Franken.

Laut früheren Äusserungen des Expo-Sprechers Laurent Paoliello muss die Expo schon für die Bezahlung der Mehrwertsteuer und für Zusatzkosten bei den Bauten auf die Defizitgarantie des Bundes zurückgreifen. Die auf 300 Mio. Franken bezifferte Garantie war mit Einverständnis des Parlamentes in ein Darlehen umgewandelt worden.

swissinfo und Agenturen

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