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Ex-Geheimdienstchef Montesinos unter Korruptions-Verdacht

Untergetaucht: Ex-Geheimdienstchef Vladimiro Montesinos. Keystone

Die in der Schweiz gesperrten Gelder des ehemaligen peruanischen Geheimdienstchefs Montesinos stammen vermutlich aus Waffengeschäften zwischen Peru und Russland. Die Behörden klären nun ab, ob die insgesamt 48 Mio. Dollar durch Korruption erlangt wurden.

Dieser Inhalt wurde am 28. November 2000 - 17:11 publiziert

Wie die Bezirksanwaltschaft IV für den Kanton Zürich am Dienstag (28.11.) mitteilte, wurden bisher 17 Bankkonten in die Untersuchung im Fall Montesinos miteinbezogen. Von den rund 48 Mio. Dollar (rund 86,5 Mio. Franken), die Montesinos zugerechnet werden, stammt nach Angaben der Zürcher Untersuchungsbehörden ein Grossteil vermutlich aus Kommissions-Zahlungen, denen Waffengeschäfte zwischen Russland und Peru zugrunde liegen. Es sei deshalb nun Gegenstand der laufenden Ermittlungen, ob diese Gelder durch Korruption erlangt worden seien.

Schweizer Rechtshilfegesuch an Peru und Russland

Im November wurden zudem weitere fünf Bankkonten mit einem Totalbetrag von rund 22 Mio. Dollar (knapp 40 Mio. Franken) gesperrt, die ebenfalls mit Zahlungen im Zusammenhang mit Waffengeschäften zwischen den beiden Ländern in Verbindung stehen.

Wie Bezirksanwältin Cornelia Cova mitteilte, sind die neuen Konten dem Umkreis Montesinos zuzuzählen. Welche Rolle die Inhaber der Konten in der Affäre um mutmassliche Geldwäscherei und Korruption spielen, sei zurzeit noch unklar.

Laut Cova habe die Schweiz für weitere Abklärungen Rechtshilfegesuche an die peruanischen und russischen Behörden gestellt.

swissinfo und Agenturen

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