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EuroAirport im Minus

Warten auf Passagiere am EuroAirport Basel-Mülhausen. Keystone Archive

Der EuroAirport Basel-Mülhausen verzeichnete im ersten Halbjahr 2002 weniger Passagiere und verlud weniger Fracht. Einer der Gründe: Das Ende der SAirGroup.

Dieser Inhalt wurde am 31. Juli 2002 - 15:17 publiziert

Der Flughafen führt den Rückgang auf die Folgen des vergangenen 11. Septembers zurück. Zwar sei der Einbruch bei den Geschäftsreisen praktisch überwunden, der Ferienflugverkehr leide aber weiterhin unter der Angst vor Terroranschlägen und unter der politisch instabilen Lage in verschiedenen klassischen Tourismus-Ländern.

Charterverkehr im Minus

Insgesamt 1'485'406 Passagiere benutzten im ersten Semester 2002 den EuroAirport. Das sind 15% weniger als in der Vorjahres-Periode, wie die Flughafendirektion am Mittwoch mitteilte. Im Linienverkehr betrug der Rückgang 13%. Mit gar 23% im Minus ist der Charterverkehr.

Besonders ausgeprägt war der Einbruch der Passagierzahlen bei den Schweizer Fluggesellschaften, wie der EuroAirport weiter festhält. Im Linienverkehr betrug der Rückgang 27%, bei den Charterflügen 46%. Auf die Swiss entfallen noch gegen 50% der Flüge aus und nach Basel-Mülhausen.

Optimismus überwiegt

Die Zahl der Starts und Landungen ging im ersten Halbjahr um 10% auf 55'476 zurück. Bis Ende Jahr rechnet der EuroAirport bei den Passagieren mit einem Minus von 12 bis 13%. Für die nächsten fünf Jahre erwartet die Flughafendirektion dagegen eine Erholung und eine Wachstumsrate von jährlich 5%.

Substanziell betroffen vom Zusammenbruch der SAirGroup war auf dem EuroAirport auch der Frachtverkehr: In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres musste ein Rückgang um 36% auf 39'780 Tonnen verbucht werden. Bei den Fracht-Linienflügen betrug das Minus gar 84%. Die Flughafendirektion geht davon aus, dass der Rückstand mittelfristig wieder kompensiert werden kann.

Die Vollendung des Ausbaus der Terminalinfrastruktur werde durch die finanziellen Folgen des Verkehrseinbruchs nicht in Frage gestellt, halten die Verantwortlichen fest. Der Verwaltungsrat habe jedoch Investitionen aufgeschoben und Einsparungen bei den Betriebskosten beschlossen.

swissinfo und Agenturen

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