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Embryonale Stammzellen sind "Alleskönner"

Embryonale Stammzellen sind in ihrer Entwicklung noch nicht festgelegt und dadurch eigentliche "Alleskönner". Binnen weniger Wochen gehen aus ihnen alle rund 200 verschiedene Zelltypen des Menschen hervor. Dieses Potenzial will die Wissenschaft zur Heilung schwerer Krankheiten nutzen.

Dieser Inhalt wurde am 23. Mai 2002 - 12:47 publiziert

Die Aufgabe einer Stammzelle ist es, spezialisierte Zellen zu bilden, die bestimmte Funktionen übernehmen. Die Differenzierungs-Fähigkeit der Stammzellen nimmt im Laufe der Zeit ab. Zu allem fähige, so genannt pluripotente Stammzellen weisen Embryonen nur die ersten sieben Tage nach der Befruchtung auf.

An diesen "Alleskönnern" sind Wissenschafter besonders interessiert. Sie hoffen, im Labor Ersatzgewebe und -organe herstellen und damit schwere Krankheiten wie Krebs, Alzheimer oder Multiple Sklerose heilen zu können. Bis zu einer klinischen Anwendung von embryonalen Stammzellen dürften allerdings noch mehrere Jahre vergehen.

Umstritten ist diese Forschung vor allem, weil die Gewinnung embryonaler Stammzellen das Ende des Embryos bedeuten. Gegner führen ins Feld, dass mit der Gewinnung adulter Stammzellen eine ethisch unbedenkliche Alternative zur Verfügung stehe.

Sowohl Kinder als auch Erwachsene verfügen über solche adulten Stammzellen, damit im Lauf des Lebens Schäden "repariert" werden können. Bei der Behandlung einiger Krankheiten - so zum Beispiel Blutkrebs - werden schon seit Jahren adulte, Blut bildende Stammzellen aus dem Knochenmark von gesunden Spendern verwendet.

Die adulten Stammzellen sind aber weit spezialisierter als die embryonalen. Wissenschafter arbeiten nun daran, solche "spezialisierte" Stammzellen umzuprogrammieren. Nach ersten Erfolgen ist auf diesem Gebiet allerdings wieder eine gewisse Ernüchterung eingekehrt.

swissinfo und Agenturen

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