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Ein Oscar als Trostpflaster für die Schweiz

Grosser Sieger der Oscar-Nacht: Clint Eastwood. Keystone

Die Schweizer Filmschaffenden haben in Hollywood nur einen Oscar abgeholt, obwohl vier Filme mit Schweizer Beteiligung insgesamt elf Mal nominiert waren.

Dieser Inhalt wurde am 11. Februar 2005 - 16:35 publiziert

"Finding Neverland" des Schweizer Regisseurs Marc Forster gewann den Oscar für die beste Filmmusik.

Die Oscar-Nacht hätte für Schweizer Filmschaffende die grosse Nacht werden können. Doch von elf Nominationen mit Schweizer Bezug schaffte es einzig die Filmmusik von Marc Forsters "Finding Neverland", die begehrte Statuette zu erringen.

Bei den Favoriten

"Finding Neverland" mit Johnny Depp in der Hauptrolle war mit nicht weniger als sieben Nominationen auf Platz zwei aller nominierten Filme, zusammen mit Clint Eastwoods Drama "Million Dollar Baby".

Dieser Film war in der Montagnacht der grosse Sieger mit vier Oscars (darunter bester Film, beste Regie und beste Hauptdarstellerin). Der mit insgesamt elf Nominierungen favorisierte Film "The Aviator" von Martin Scorsese konnte mit fünf Auszeichnungen zwar einen Oscar mehr einheimsen als Eastwoods Film, die "grossen" Oscars blieben ihm aber versagt.

Der Bündner Forster war bereits im Januar bei den Golden Globes in fünf Kategorien vorgeschlagen, darunter "bester Regisseur". Gereicht hatte es ihm jedoch damals für keine Auszeichnung. "The Aviator" und "Million Dollar Baby" waren dort ebenfalls die grossen Abräumer.

Oscar-Chancen vertan

Hoffnungen auf zwei goldene Statuetten hatten sich auch der Schweizer Produzent und sechsfache Oscar-Preisträger Arthur Cohn und Co-Produzentin Ruth Waldburger gemacht. Mit dem französischen Film "Les Choristes" waren sie nominiert als "bester Filmsong" und "bester fremdsprachiger Film". Mit dabei war auch der Tessiner Kameramann Carlo Varini.

Um den gleichen Titel hatte die deutsche Produktion "Der Untergang" mit dem Schauspieler Bruno Ganz gekämpft. Der Preis der amerikanischen Filmkunst-Akademie für den besten nicht englischsprachigen Film ging schliesslich an den spanischen Beitrag "Mar adentro" (Das Meer in mir).

Indischer Kurzfilm mit Schweizer Kameramann

In der Kategorie "bester Kurzfilm" schliesslich hatte der Berner Kameramann Markus Hürsch auf Oscar-Weihen gehofft. Er hat mit Regisseur Ashvin Kumar den indischen Kurzfilm "Little Terrorist" realisiert, der bereits mehrere europäische Filmpreise gewonnen hat.

Siegerin in dieser Kategorie wurde der Kurzfilm "Wasp" der Engländerin Andrea Arnold.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Die Sieger:
Bester Film: "Million Dollar Baby", Produktion Clint Eastwood, Albert S. Ruddy und Tom Rosenberg
Beste Regie: Clint Eastwood, "Million Dollar Baby"
Beste Hauptdarstellerin: Hilary Swank, "Million Dollar Baby"
Bester Hauptdarsteller: Jamie Foxx, "Ray"
Beste Nebendarstellerin: Cate Blanchett, "The Aviator"
Bester Nebendarsteller: Morgan Freeman, "Million Dollar Baby"
Bester nicht-englischsprachiger Film: "Das Meer in mir" ("Mar adentro", Spanien, Frankreich, Italien)

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