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ECONOMICS/ZO: Wirtschaftsklima laut ifo erstmals seit Anfang 2009 gefallen

Dieser Inhalt wurde am 10. August 2011 - 12:01 publiziert

MÜNCHEN (awp international) - Im Euroraum dürfte die konjunkturelle Erholung im Jahresverlauf laut ifo-Institut einen Dämpfer erhalten. Für das dritte Quartal sei der ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima der Eurozone erstmals seit Anfang 2009 wieder gesunken, hiess es in einer Mitteilung des ifo-Instituts vom Mittwoch. Die Prognose ist in Zusammenarbeit mit in Zusammenarbeit mit der Internationalen Handelskammer in Paris (ICC) durchgeführt worden. Der Indikator für das Wirtschaftsklima liege mit 110,6 Punkten für das dritte Quartal nur noch knapp über seinem langfristigen Durchschnitt.
"Die Konjunktur im Euroraum gerät in schweres Fahrwasser", warnte der Präsident des ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn. Vor allem hätten sich die Erwartungen für die kommenden sechs Monate spürbar abgeschwächt. Allerdings sei die aktuelle Wirtschaftslage in Deutschland laut der jüngsten Umfrage unter Wirtschaftsexperten "weiterhin hervorragend". In Österreich, Finnland und Estland sei die Lage als "gut" bewertet worden und in Belgien als "günstig". In Frankreich, den Niederlanden und der Slowakei werde die derzeitige wirtschaftliche Situation als "zufriedenstellend" angesehen.
Die allgemeine wirtschaftliche Lage habe sich vor allem in Zypern, hiess es weiter in der Mitteilung des ifo-Instituts. In Zypern hatte es eine verheerenden Explosionskatastrophe gegeben die zu einem Ausfall des grössten Stromkraftwerks führte. Hier werde die Lage nun ähnlich wie in Italien als "ungünstig" angesehen. In den hoch verschuldeten Staaten Irland, Spanien und Portugal hätten die Wirtschaftsexperten die derzeitige wirtschaftliche Situation noch schlechter als in der Vorquartalsumfrage beurteilt und damit "als sehr schwach". Griechenland erhielt laut der Mitteilung erneut die schlechteste Bewertung auf der Skala.
Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate sind im Euroraum im Durchschnitt laut ifo Institut merklich weniger zuversichtlich als in der vorangegangenen Erhebung. In vielen Ländern wird mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation gerechnet. Die Erwartungen in Spanien, Irland und Frankreich dagegen zeigen vermehrt nach oben. In den osteuropäischen Euro-Mitgliedsländern (Estland, Slowakei und Slowenien) sind die Perspektiven unverändert zuversichtlich./jkr/jsl

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