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ECONOMICS/DE: Automatisierungstechnik hat Boden bei Auftragslage erreicht (ZVEI)

Dieser Inhalt wurde am 24. November 2009 - 13:10 publiziert

NÜRNBERG (awp international) - Die Zeichen für eine Wende in der gebeutelten deutschen Elektroindustrie und dem Maschinenbau verdichten sich. Am Dienstag vermeldete die Automatisierungstechnik erste positive Zeichen. "Der freie Fall der Auftragseingänge scheint zu Ende zu sein", sagte Roland Bent vom Fachverband Automation des Zentralverbandes Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI) auf der Fachmesse SPS/IPC/Drives in Nürnberg. "Für 2010 stellen wir uns auf ein kleines Wachstum ein, basierend auf dem niedrigen Niveau von 2009."
Die Automatisierungstechnik wird unter anderem zur Steuerung von Maschinen eingesetzt. Der grösste Anbieter ist Siemens . Die Automationssparte, einst Ertragsperle des Münchener Mischkonzerns, hatte in der Wirtschaftskrise herbe Einbussen hinnehmen müssen. Mittlerweile hat sich die Situation aber stabilisiert. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hatte zuletzt ebenfalls die Hoffnung auf ein Ende der Talfahrt geweckt.
Das laufende Jahr haben die Unternehmen aber schon abgeschrieben. In der Automatisierungstechnik erwartet der ZVEI einen Umsatzrückgang von 20 bis 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Boomjahr 2008 hatte die Branche die Erlöse noch auf knapp 46 Milliarden Euro hochschrauben können.
In dem Industriezweig arbeiten 230.000 Menschen. Um grosse Entlassungen sind die Beschäftigen dank Kurzarbeit, Gehaltsverzicht oder weniger Urlaub bislang herumgekommen. "Aber nun wird es langsam eng", sagte ZVEI-Experte Bent. Verschärft werde die Situation durch die erschwerte Kreditaufnahme./das/gr

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