Navigation

EADS denkt über neues Tankjet-Angebot nach

Dieser Inhalt wurde am 01. April 2010 - 10:50 publiziert

PARIS (awp international) - Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS hat noch nicht entschieden, ob er wieder in das Ringen um einen Milliardenauftrag für neue US-Tankflugzeuge einsteigt. "Wir denken darüber nach", sagte ein EADS-Sprecher am Donnerstag. Derzeit werde geprüft, ob ein neues Angebot ohne den US-Partner Northrop Grumman technisch möglich sei. Das Pentagon hatte sich zu einer Verlängerung der Ausschreibungsfrist bereiterklärt, um EADS eine neue Bewerbung zu ermöglichen.
Vermutlich werde EADS sich in zwei Wochen äussern, ob man offiziell um eine Fristverlängerung bitte, sagte der Sprecher. Die ursprüngliche Frist läuft am 10. Mai aus. Das Pentagon hatte zuvor angekündigt, dass die Frist bis zum 9. Juli verlängert werden könne, wenn EADS in einem "vernünftigen" Zeitraum offiziell seine Absicht erkläre, wieder in den Wettbewerb einzusteigen.
FRÜHHERBST
Die Entscheidung solle aber dennoch im Frühherbst gefällt werden. Die US-Luftwaffe könne sich bei den Tankflugzeugen keine weiteren Verzögerungen leisten. Nach Angaben von Experten umfasst ein Angebot zwischen 20.000 und 30.000 Seiten technischer Details. Es geht um die Anschaffung von vorerst 179 neuen Tankflugzeugen für die US-Luftwaffe zu einem Preis von 35 Milliarden Dollar.
EADS und Northrop Grumman hatten den "Jahrhundertauftrag" eigentlich schon in der Tasche. Doch dann hatte das Pentagon einen Rückzieher gemacht und den Wettbewerb neu ausgeschrieben. Northrop war ausgestiegen, weil es - wie EADS auch - unfaire Bedingungen zugunsten des amerikanischen Konkurrenten Boeing sah. EADS hat jedoch Interesse an einer neuen Bewerbung bekundet und daher um eine Fristverlängerung gebeten.
TREFFEN
US-Präsident Barack Obama hatte bei einem Treffen mit seinem französischen Amtskollegen Nicolas Sarkozy einen fairen, offenen und transparenten Wettbewerb versprochen. Sarkozy sagte, er vertraue Obamas Zusicherung./uk/DP/stb

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?