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E-Banking noch entwicklungsfähig

Vor allem aus Konkurrenzdruck springen die Schweizer Banken auf den Internet-Zug auf. Gemäss einer Studie gehen 43 Prozent der Banken primär online, um die alte Kundschaft zu halten. Heute ist das E-Banking meist (noch) unrentabel.

Dieser Inhalt wurde am 11. Mai 2000 - 15:48 publiziert

Obwohl Internet in aller Bankiers Munde ist, hat die digitale Revolution in der Finanzwelt - speziell auch in der Schweiz - erst begonnen. Das geht aus einer im Auftrag der Schweiz. Vereinigung für Finanzanalyse und Vermögensverwaltung (SVFV) durchgeführten Umfrage bei 36 Banken in der Schweiz, Frankreich, Italien und Grossbritannien hervor, die am Donnerstag (11.05.) veröffentlicht wurde.

E-Banking ein Muss

Konsens besteht in Bankkreisen darüber, dass alle Finanzinstitute, auch die traditionellen Privatbanken, um das Internet nicht herum kommen. Man müsse einfach dabei sein, auch wenn nur ein Minderheit der Kunden diese Dienstleistung anforderten, lautet die Schlussfolgerung.

75 Prozent der Befragten schätzen, dass das Potenzial des Internets in der Branche erstzu 20 Prozent oder noch weniger ausgeschöpft ist. Unklar ist den Schweizer Bankiers, ob E-Banking eine Bedrohung darstellt oder nicht. 33 Prozent sehen im Web gemäss Studie eine Chance, während 26 Prozent befürchten, die Schweizer Vorherrschaft in der Fondsverwaltung zu verlieren.

Neue Rolle für Analysten

Das Internet wird aus Sicht von 79 Prozent der befragten Finanzleute die Tätigkeit der Finanzanalysten massiv verändern. Ihre Rolle werde noch bedeutender werden. Ihre Informationen gehörten künftig zum notwendigen Mehrwert, den die Kundschaft im Netz erwarte.

Von der digitalen Revolution profitieren wird vor allem der Kunde oder die Kundin. 90 Prozent der Befragten rechnen im Online- Börsengeschäft mit sinkenden Kommissionen in der Höhe von 50 bis 75 Prozent. Trotz diesen sinkenden Einnahmen rechnen drei Viertel damit, dass übers Internet Wert geschaffen werden kann.

Gegenwärtig ist der Online-Handel für die Banken aber meist nicht rentabel. Immer kostenintensiver sei es für Internet-Banken, Kunden zu gewinnen. So stiegen die Akquisitionskosten pro Kunde beim Broker E*Trade von 20 auf 350 Dollar. Und zudem sei der Bankkunde im Internetzeitalter nicht nur anspruchsvoller, sondern auch weniger treu.

Nachdem in den letzten Monaten immer mehr Finanzinstitute den Sprung ins Internet wagten - oder wagen mussten-, wird in der Branche mehrheitlich (83 Prozent) eine Konsolidierung erwartet. Mittelfristig sei in Europa mit 5 oder 6 Big Players im Online-Banking zu rechnen, lautet die Prognose.

swissinfo und Agenturen

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