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Die UBS hegt Ambitionen in China

Ab 2006 wird China Bankwesen für Auslandinvestitionen zugänglich. Keystone

Die grösste Bank der Schweiz blickt voller Hoffnung nach China. Die UBS bestätigt, mit der Bank of China über eine strategische Zusammenarbeit zu verhandeln.

Dieser Inhalt wurde am 23. Juni 2005 - 09:32 publiziert

Dabei geht es um eine "auf gegenseitigem Nutzen beruhende Partnerschaft" mit Chinas drittgrösstem Finanzinstitut im Bereich Handel und Investment.

Die UBS bestätigt im weiteren die Möglichkeit, dass sie rund 600 Mio. Franken einbringen würde, um ein "strategischer Investor" der Bank of China (BOC) zu werden. Die Verhandlungen zwischen den beiden Banken seien noch im Gang. Weitere Informationen seien noch vertraulich.

Analysten bestätigen, dass die UBS über einen grösseren Betrag als Beteiligung an BOC verhandelt. Dies würde die Chancen der UBS erhöhen, ein lukratives Beratermandat zu erhalten, um diese Bank international an die Finanzbörsen zu bringen.

Höchste Priorität für Asien

Der CEO der UBS, Peter Wuffli, hatte gegenüber swissinfo zu einem früheren Zeitpunkt erwähnt, dass Asien, vor allem China und Japan, an der Spitze der Prioritätenliste liege, wenn es um regionale Wachstumschancen gehe.

Wuffli sagte nach der Jahres-Medienkonferenz, die Region Asien verheisse "attraktive Möglichkeiten mit eindrücklichen Wachstums-Raten".

Laut der englischen Zeitung "Financial Times" hatte die US-Grossbank Citigroup wenige Wochen vor Bekanntgabe der Verhandlungen zwischen der UBS und der BOC ihr "Going Public"-Mandat bei der China Construction Bank verloren.

Diese ist ein Konkurrenz-Unternehmen der Bank of China. Dem Vernehmen nach beteiligt sich nun die Bank of America mit 3 Mrd. Dollar an der China Construction Bank, die noch im laufenden Jahr an die Hongkonger Börse gebracht werden soll.

Bank of China plant Börsengang

Die Bank of China plant einen Börsengang entweder Ende 2005 oder Anfang 2006. Wie die "Financial Times" am Dienstag berichtete, würde ein Investment der UBS ihr die Rolle als Bookrunner beim Börsengang sichern. Das könnte der UBS Einnahmen von bis zu 140 Mio. Dollar bringen.

Die Schweizer Grossbank war bereits dabei, als der Hongkong-Ableger der BOC, Bank of China (Hong Kong), 2001 an die Börse gebracht wurde.

Die UBS ist die weltgrösste Privatbank und eine der grössten Anlage-Manager. Sie gehört zu den westlichen Pionier-Banken in China. Vor zwei Jahren erhielt der grösste Schweizer Bankkonzern als erste ausländische Bank eine Zulassung zum Handel an der Börse in Peking.

Im vergangenen Januar erwarb die UBS zudem eine Beteiligung von 49% an der Fondsgesellschaft China Dragon. Die UBS generiert heute knapp 10% ihrer Erträge im asiatisch-pazifischen Raum. Mittelfristig soll dieser Anteil auf 15 bis 20% erhöht werden.


swissinfo und Agenturen

In Kürze

China hat eine Bevölkerung von 1,3 Milliarden. Das entspricht rund einem Fünftel der Weltbevölkerung.

Das jährliche Wirtschafts-Wachstum (Bruttosozialprodukt) betrug im letzten Jahrzehnt durchschnittlich 8%.

China figuriert heute als siebtgrösste Wirtschafts-Nation.

Laut seco belaufen sich die schweizerischen Direktinvestitionen in China auf schätzungsweise 5 Mrd. Franken.

Damit platziert sich die Schweiz als Nr. 15 im weltweiten Vergleich.

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Fakten

Chinas vier Grossbanken sind die Bank of China, die Industrial and Commercial Bank of China, die China Construction Bank und die Agricultural Bank of China.
Die BOC spezialisiert sich auf das traditionelle Depositen- und Handelsbank-Geschäft (Unternehmens-Finanzierung, Privatkunden und das Geschäft mit Finanzinstitutionen).
China hat versprochen, sein Banken-Geschäft ab 2006 für ausländische Investitionen zugänglich zu machen.

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