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Die schwere Aufgabe des DVI-Teams

Die Schweizer Opfer-Identifikations-Organisation "Disaster Victim Identification" (DVI) ist nach dem Swissair- Absturz von Halifax im Jahre 1998 aufgebaut worden. Seit Anfang dieses Jahres ist sie operationell einsatzfähig.

Dieser Inhalt wurde am 29. Oktober 2001 - 15:47 publiziert

Dem DVI-Kernteam gehören 15 Spezialisten an, elf Polizei-Angehörige aus allen Regionen der Schweiz, drei Mitarbeiter des Bundesamtes für Polizei sowie ein Rechtsmediziner. Die Organisation kann zudem auf 81 Polizisten - vor allem von kriminaltechnischen Diensten - sowie 25 Rechts- und Zahnmediziner zählen, die fallweise aufgeboten werden.

Die Polizeikommandanten-Konferenz leitete nach dem Flugzeugabsturz im September 1998 in Halifax die Institutionalisierung der DVI in die Wege, wie Hansjörg Ritter, Appenzeller Polizeikommandant und Mitglied der schweizerischen Kriminalkommission, erläuterte. Die neue Struktur mache den Einsatz wesentlich einfacher.

DVI-Teams können von den Kantonen zur Unterstützung der eigenen Fachleute für die Identifizierung von Opfern sowie zur Beratung bei der Bergung von Toten angefordert werden. Sie können aber auch im Ausland zum Einsatz kommen, wenn bei einem Ereignis eine grössere Zahl von Schweizerinnen und Schweizer betroffen sind.

Auch für das UNO-Kriegsverbrechertribunal waren Schweizer DVI-Experten schon zweimal im Kosovo im Einsatz, allerdings noch nicht im Rahmen der heutigen DVI-Organisation.

Ein DVI-Team unterstützte die Zuger Untersuchungs-Behörden nach dem Amoklauf im Zuger Parlament. Zwei DVI-Leute reisten nach dem Attentat auf das World Trade Center für Vorabklärungen nach New York, als noch viele Schweizerinnen und Schweizer vermisst waren. Das Schweizer Team kam dann allerdings nicht zum Einsatz.

swissinfo und Agenturen

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