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Die Schweizer lieben ihre Weltmeister

Publikumslieblinge 2005: Simone Niggli-Luder und Tom Lüthi. Keystone

Das TV-Publikum hat Motorrad-Weltmeister Tom Lüthi und die mehrfache OL-Weltmeisterin, Simone Niggli-Luder, zu den Sport-Assen des Jahres gewählt.

Dieser Inhalt wurde am 18. Dezember 2005 - 11:41 publiziert

Mit einem "Credit Suisse Sports Award 2005" wurden am Samstag zudem die Fussball-Nati als bestes Team und deren Coach, Köbi Kuhn, als bester Trainer geehrt.

Bereits zum zweiten Mal ehrte das Fernsehpublikum und eine Fachjury die 28-jährige Bernerin Niggli-Luder. Die Orientierungsläuferin war auch Sportlerin des Jahres 2003. Der 19-jährige Emmentaler Lüthi dagegen stand vor zwei Jahren noch als Newcomer des Jahres auf dem Podest.

Die Fussball-Nationalmannschaft wurde an der TV-Gala in Bern vom Samstag gleich zwei Mal geehrt. Für ihre WM-Qualifikation gewann sie den Titel "Team des Jahres" und ihr Coach Köbi Kuhn trug die Auszeichnung als bester Trainer davon.

Qual der Wahl

Die Wahl erfolgt nach einem zweistufigen System: Schweizer Sportjournalisten nominieren die Sportlerinnen und Sportler des Jahres – ihre Vorwahl zählt 50% – während der TV-Gala kann dann das Publikum per Telefon abstimmen.

Die diesjährige Wahl in der Kategorie bester Einzelsportler war eine der meistbeachteten in der Geschichte der "Credit Suisse Sports Awards", zumal alle drei männlichen Kandidaten in der engsten Wahl herausragende Leistungen von weltweitem Beachtungswert erbracht hatten.

In der zu Vorwahl der Sportjournalisten hatte der weltbeste Tennisspieler Roger Federer, Wahlsieger der Jahre 2003 und 2004, noch vor Tom Lüthi und Eiskunstlauf-Weltmeister Stéphane Lambiel geführt. In der Publikumswahl während der Fernsehsendung kippte die Gunst auf die Seite des jungen Emmentalers.

Lüthi konnte sein Glück zuerst nicht fassen. "Ich bin glücklich und weiss fast nicht, was ich sagen soll. Aber es ist toll, wenn schon fast eine Nation hinter einem steht."

Nati knapp vor FC Thun

Wie die Einzelsportler lieferten sich auch die beiden besten Teams ein spannendes Rennen. Die Fussball-Nationalmannschaft liess sich mit weniger als drei Stimmeprozenten Vorsprung auf den FC Thun zum Team des Jahres wählen.

"Die Freude, nur an der WM dabei zu sein, haben wir jetzt zur Genüge erlebt", sagte Köbi Kuhn. "Das Ziel muss es jetzt sein, an dieser WM eine gute Rolle zu spielen. Ich freue mich darauf."

Nach seiner überlegenen Wahl zum Trainer des Jahres dankte Köbi Kuhn zuerst seiner Frau Alice, die "es schon 40 Jahre mit mir ausgehalten hat und es hoffentlich noch einige Jahre mehr tun wird".

Und seinen sportlichen Ruhm leitete er sogleich an die Mannschaft weiter: "Mein grösster Dank gilt unserer Mannschaft, allen Spielern. Ohne sie geht gar nichts!"

Ehrenpreis für Peter Sauber

Jonas Hiller vom Eishockey-Meister Davos sicherte sich als erster Vertreter einer Mannschaftssportart den Titel "Newcomer des Jahres".

Die erfolgreiche Rollstuhlfahrerin Edith Hunkeler gewann die Wahl im Behindertensport wie schon in den Jahren 2001 bis 2003. Die Luzernerin setzte sich mit der knappst möglichen Differenz von einem Punkt vor dem letztjährigen Newcomer des Jahres Marcel Hug durch.

Zum dritten Mal im Rahmen der "Credit Suisse Sports Awards" wurde der Ehrenpreis des Schweizer Sports vergeben. Nach Res Brügger (2001) und Ferdy Kübler (2003) wurde die Ehre diesmal Peter Sauber zuteil, der der Schweiz 13 Jahre Formel-1-Geschichte beschert hat.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Die Wahlresultate 2005:
Sportler des Jahres: Thomas Lüthi (Motorrad)
Sportlerin des Jahres: Simone Niggli-Luder (Orientierungslauf)
Team des Jahres: Fussball-Nationalmannschaft
Trainer des Jahres: Köbi Kuhn (Fussball-Nati)
Newcomer des Jahres: Jonas Hiller (Eishockey)
Behinderten-Sportler des Jahres: Edith Hunkeler (Leichtathletik)
Ehrenpreis des Jahres: Peter Sauber (Formel 1)

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